gefahrene Kilometer heute: 58.04km
gefahrene Kilometer gesamt: 1868.55km

So richtig ausschlafen darf ich heute morgen schon wieder nicht. Heute unternehmen wir eine Wanderung durch den Mangrovenwald. Zumindest ein Teil der Wanderung findet dort statt. Der Mangrovenwald liegt noch einmal 40min mit dem Auto entfernt. Wir fahren also fast bis an das Nordwestliche Ende von Bali. Dort empfängt uns unser lokaler Guide. Er selber lebt schon sein ganz Leben in dem Haus, direkt am Mangrovenwald von dem aus wir starten.

Unser Guide erzählt uns zuerst von seiner eigenen Wissensreise. Wie er hier aufgewachsen ist aber erst viel später einen wirklichen Draht zur Natur und den Abhängigkeiten entwickelt hätte. Indonesien trägt zu 10% der Weltweiten Meeresverschmutzung durch Plastikmüll bei. Den meisten im Land ist das gar nicht bewusst. Auch der Umstand, dass das was man in die Abfluss an Plastik kippt am eigenen Strand landet. Ebenso das Thema Tsunamis. Die Mangrovenwälder an der Küste sind er beste Schutz vor entsprechenden Tsunamiwellen. Die Wurzeln der Bäume reichen sehr tief und lassen die Wellen brechen. Doch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden die Wälder schnell gerodet um Rohstoffe zu ernten. Das rächt sich schnell. Die Zusammenhänge sind im eigenen Land aber den wenigstens wirklich bewusst. Auch deswegen ist er Stolz darauf diese Führungen für Touristen und Einheimische zu machen.

Wir wandern entlang des Strands. An den verschieden Abschnitten bekommen wir die verschiedenen Arten von Mangroven und ihr ökologisches Zusammenspiel erklärt. Wenig später bemerke ich Bewegung bei meinen Füßen. Hier am Strand leben Schlammspringer. Zuhause kennt man das nur aus dem Zoo und für unseren Guide ist es natürlich auch nichts besonderes. Ich dagegen komme von den kleinen Tierchen gar nicht los.

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Wir haben auch das Glück und sehen Eisvögel. Zwar nicht unbedingt aus der Nähe aber mit dem Fernglas und dem Teleobjektiv lässt sich was erkennen. Danach gehen wir weiter. Weg von der Küste 500m weiter über die Straße. Und schon stehen wir nicht mehr im Mangrovenwald. Um uns herum hängen die Lianen von den Bäumen. Auch dort gibt es viel mehr Arten als man es sich im ersten Moment vorstellt. Und vor allem, wie kommen Lianen eigentlich auf die Bäume ? Denn die wachsen auch von unten nach oben …

Im Wald sehen wir die zweite Art von Affen die es auf Bali neben den Makaken gibt. Den Schwarzer Haubenlangur. Gleich zwei Gruppen sitzen in den Bäumen über uns. Gut fotografieren lassen sie sich nicht, aber es ist ein toller Abschluss unserer Wanderung. Wir treffen unseren Fahrer und werden zurück gebracht.

Über Mittag haben wir uns eine kleine Runde Strand verdient. Unser offizielles Programm für heute ist schließlich erledigt.

Am Nachmittag unternehmen wir noch eine kleine Wanderung. Etwas vor der Stadt Pemuteran liegt der Affentempel. Und der Name ist auch Programm. Der Tempel steht in einer Gegend die seit je her ein Gebiet ist, in dem aktuell mehr als 3000 Makaken Affen leben. Die sitzen nicht nur auf der Straße und um die Anlage drum herum. Auch innerhalb des Tempels sitzen Affen. Überall.

Der Zutritt ist nur in einem Sarong gestattet. Aber für Touristen gibt es kleine Empfangshäuschen in denen gegen eine freiwillige Spende ein Sarong geliehen wird. Die Herren bzw. Damen kontrollieren netter Weise auch gleich noch dein Gepäck. Das auf keinen Fall irgendwelche Bänder oder gar Kameragurte heraushängen. Ein gefundenes Spielzeug für die Tiere. Die vor nichts zurückschrecken wenn sie dir etwas aus der Hand reißen können. Eigentlich sind die bis zu 80cm großen Tiere ja ganz süß, aber wenn man dem einen oder anderen Affen zu nahe kommt und der dir erst einmal fauchend die Zähne zeigt, dann macht man schon einen Schritt zurück.

Das war das Programm für heute. Wir gehen zurück zum Hotel und Essen wieder bei unserem Hotel. Heute hatte der Flair aber irgendwie schon an Reiz verloren. Mal sehen was uns morgen erwartet. Wir gehen schnorcheln !!!

cheers.
Sebastian

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