gefahrene Kilometer heute: 393.34km
gefahrene Kilometer gesamt: 724.08km

Wenn man nicht gerade in Mitten eines Staus steht und sich hunderte Motorroller an dir vorbei drängeln und dabei wild humpen, müsste man sich wirklich an einen deutlich langsameren Verkehr gewöhnen.

Das trifft auch auf unsere Bahnfahrt zu, die wir heute von Bandung nach Yogyakarta gemacht haben. Die knapp 400 Kilometer von West nach Ost auf der Insel Java, haben 6,5 Stunden gedauert. Die meiste Zeit haben wir uns mit 60km/h beweget. Einige Strecken auch nur mit 40km/h. Da hat man viel Zeit zum Gucken (oder Schlafen). Das entschleunigt. Yogyakarta ist die Hauptstadt des Sonderregierungsgebiet Sultanat Yogyakarta – hier ist ein islamischer Sultan der Herrscher.

Streckenweise ging es schon durch viele Reisfelder und ein paar Bananenplantagen. Oder zumindest durch Waldstücke ausschließlich bestehend aus Bananenpalmen.

Aber gerade innerhalb der Städte durch die wir gefahren sind, gab es viele kleine Gemüsegärten links und rechts der Bahngleise.

Yogyakarta ist aber schon deutlich anders als Jakarta oder Bandung. Die Leute sind vielleicht einen Tick weniger überschwänglich freundlich aber vor allem sah es auf den ersten Blick im allg. aufgeräumter aus. Es stehen mehr und vor allem auch größere Autos an den Straßen. Die Bürgersteige sind heile und gepflegt. Die Geschäfte sehen ordentlicher aus und haben deutlich weniger den Anmut eines Garagenverkaufs. Vielleicht ist die ganze Gegend einfach deutlich touristischer.

Auf jeden Fall sind uns schon deutlich mehr Europäer begegnet als an den ganzen Tagen zuvor. Unser ganzes Zugabteil bestand zum größten Teil aus eben solchen. Aber auch der Anteil an chinesischen Touristen ist hier hoch.

Für das Abendessen hatte der Reiseführer ein indonesisches Restaurant ganz in der Nähe unseres Hotels empfohlen. Ich hatte das „Spicy Chicken“. Und wenn die „Spicy“ schreiben, dann meinen die auch „Spicy“!. Aber es war auch in der Tat sehr lecker. Nur meine komplette Mundhöhle war danach taub, weil sie die Schärfe nicht gewöhnt ist.

Kaum wollten wir wieder zum Hotel gehen. Gab es dann doch stärkere Regenfälle. Der Garten des Restaurants stand dabei gut 10cm unter Wasser und selbst die Einheimischen guckten etwas komisch aus den Türen hinaus. Wobei es kaum Restaurants mit richtigen Türen gibt. Es wird hier generell sehr offen gebaut. Zumindest der Gästeraum hat zwar ein Dach, ist aber nach Außen hin offen.

Zurück nahmen wir uns also ein Taxi. Bisher gab es eigentlich auch nie Sprachprobleme. Eigentlich konnten alle hier verschiedene Brocken Englisch. Bis auf diesen Taxifahrer, der dann auch das Zeigen auf die Karte nicht so richtig verstand oder verstehen wollte. Den Namen unseres Hotels kannte er auf jeden Fall nicht. Es hat dann doch noch geklappt.

Die nächsten Tage sind wir in unserem eigenen kleinen Häuschen mit Veranda untergebracht. Den Pool direkt vor der Tür. Und das WLAN lässt sich gerade überhaupt nicht nutzen. Mal sehen wann ich diesen Text online stellen kann. Vielleicht liegt es an den vielen Fröschen und Kröten im Garten … solang sie uns gleich schlafen lassen. Morgen steht viel auf dem Programm. Hoffen wir, dass das Wetter hält.

cheers.
Sebastian

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