Fahrstrecke heute: 218mls ( 348km )
Fahrstrecke gesamt: 1816mls ( 2905km )

Hallo Freunde der leichten Unterhaltung.

Nachdem wir uns Vorgestern durch Schnee und Eis gekämpft haben und es gestern zumindest noch sehr kalt war, wurden wir heute wieder für Alles entschädigt. Zum einen kommt die Temperatur wieder. Nachts ist es zwar noch sehr kalt ( angesagt sind bis zu -8°C ) aber den Tag über hatten wir bis zu 10°C und Sonne, Sonne, Sonne! Bei unseren regelmäßigen Photostops braucht es daher nicht lange bis wir ( in den noch dicken ) Klamotten ins Schwitzen kamen.

Eigentlich sind wir auch heute wieder den ganzen Tag auf dem Hwy 89 in Richtung Süden gefahren. Den Abschnitt den wir heute gefahren sind können wir alle uneingeschränkt und dringend empfehlenswert bewerten. Die Strecke und die Landschaft hauen dich einfach nur um. Man schwankt immer zwischen „Anhalten und Fotografieren“ und zwischen „einfach Genießen“. Die vergangenen Tage waren die Laubbäume gelb oder gar komplett kahl. Inzwischen herrscht eine angenehme Mischung aus Geld und Rot vor, außerdem sind die meisten Blätter noch an den Bäumen. Bei dem tollen sonnigen Wetter und der klaren Luft ergibt das eine unvergessliche Landschaft.

Die Waldbrände scheinen hier noch nicht ganz überstanden. Zumindest zeigte sich über einer Bergkette eine große und konstante Rauchschwade aufziehen. An unserer Strecke ging es allerdings nicht direkt vorbei.

Das die Amerikaner ja bekanntlich einen Faible fürs Jagen haben ist bekannt. Ein Ergebis dieses Sports kann man in Afton, Wyoming bestaunen – vielleicht nicht unbedingt bewundern. Dort steht der größte aus Hirschgeweihen gebaute Torbogen der Welt (siehe Bilder). In Jackson, unserem letzten Stopp, gab es auch so einen Bogen. Jackson an sich ist sehr sehenswert, wenn auch sehr touristisch geprägt.

Zum Mittag waren wir in einem kleinen Diner. Nicht nur, dass der ganze Laden mit US-Flaggen gepflastert, möglichst jeder Einrichtungsgegenstand in Landesfarben gehalten war und es einen US-Merchendising Tresen gab, so prangerte neben unserer Sitzbank auch der Aufkleber „Navy SEALs – 1 : 0 – Bin Laden“. Ich glaube wir wurden auch ein wenig schräg angesehen als wir uns beim Setzen erstmal über den Aufkleber lustig machen und fotografieren mussten. Wir leben zumindest noch. Während des Mittags wurde auf der anderen Straßenseite tatsächlich Hufeisenwerfen gespielt – das ist kein Mythos.

Auch gab es neue schöne Sprüche auf den Straßenschildern: „Pay attention or pay the price.“

Inzwischen sind wir in Brigham City, Utah, angekommen. Das wäre dann US Bundesstaat Nummer 5. Unser Motelbesitzer, oder zumindest der Mann am Tresen, ist Inder ( ich nenne ihn jetzt einfach mal Ranjit ). Wir hatten ein sehr nettes Gespräch darüber, dass die indischen Personalausweise genau so aussehen wie die deutschen, übers Wetter und das wir wirklich nicht die gleichen Motorradfahren sind, die letzte Woche schon mal da waren. Das tolle daran, dass ein Inder der Motelbesitzer ist, ist, dass das Internet super funktioniert. Nicht wie in Jackson, das zwar ein theoretisch tolles Netz hatte ( weil letzte Woche erst neu installiert laut Besitzer ), aber der DHCP nicht geht und der Besitzer/ Mann am Tresen keine Ahnung von der Technik hat.

cheers.
Sebastian

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