Hallo und Hummpa nach Deutschland.
Bei dieser Reise steht auch die kulinarische Vielfalt im Mittelpunkt. Wie jeder Morgen, so musste auch dieser mit einem anständigen Frühstück begonnen werden. „Waffle House“ hieß das Ziel ( nach dem ich mal wieder nicht ausschlafen durfte. Ich brauche dringend Urlaub vom Urlaub ).
Meistens fällt man ja nach drei Sätzen als Nicht-Amerikaner auf und wird gefragt, wo man denn herkommen würde. Interessanterweise lieben, zumindest alle Kellner/innen, Deutschland, wenn Sie hören, dass wir dort herkommen. Das nächste Mal werden wir eine Karte mitnehmen und uns demonstrieren lassen, dass Sie zumindest den richtigen Kontinent kennen.

Nachdem wir gestern beim Besuch von Atlanta schon bis aufs Mark eingeweicht wurden, hatten wir uns wenigstens für heute besseres Wetter erhofft um einmal die Innenstadt trockenen Fußes erkunden zu können.

Leider weit gefehlt. Kaum waren wir auf den Motorrädern unterwegs fing es wieder an zu regnen. Und das kaum weniger als schon am Vortag. Auch wenn wir dieses Mal ein wenig besser ausgerüstet waren, ist das dennoch keine angenehme Tour. In Atlanta angekommen haben wir uns nochmal zu Coca-Cola durchgefragt. Den in dem, vom Amerikaner freundlich „Coca-Cola-Museum“ genannte, „World of Coca-Cola“, gibt es allerhand über das Erfolgsgetränk zu lernen. Auch wenn man Wissen und Marketing nicht durcheinanderbringen sollte ist besonders der letzte Teil der spannenste, die freie Verköstigung mit allen Coca-Cola Marken, zugeordnet zu den verschiedenen Kontinenten. Am Ende habe ich ca. 20 Sorten der verschiedensten Limonadengetränken probiert. Und bei einigen fragt man sich wirklich wie sich ein solches Getränk halten kann.

Wer mal die Gelegenheit hat sollte einmal die Mischung aus den beiden Limonadensorten „Bimbo xy“ aus Afrika probieren ( auch wenn der Name aus dem europäischen Sprachgebrauch sicher unglücklich gewählt ist ).

Jeder darf zum Ende noch eine Glasflasche Coca-Cola aus der hauseigenen Fertigungsstarße mit nach Hause nehmen und nocheinmal durch den großzügigen Merchandising-Shop schlendern ( ok ich hab mir auch ein T-Shirt gekauft ).

Wer mag kann gerne noch in das gegenüberliegende Atlanta Aquarium gehen – uns war bereits schon zu nass.

Das sollte es dann auch mit Atlanta gewesen sein. Leider machte das Wetter weiß Gott nicht Lust darauf länger zu bleiben. Also raus aus der Stadt. Kaum war man 10 Minuten gefahren befand man sich schon fast im Grünen. Großzügige, baumumsäumte Grundstücke die links und rechts von der Straße leicht erhaben ein wunderschönes Bild formten ( und wieder einmal Prachtbauten von Kirchen ).

Die Landschaft wurde nun auch zunehments hügeliger. Die Straßen verliefen nun auch nicht mehr in langen Geraden, wie dies noch in Floriade oder dem Süden von Georgia der Fall war, sondern immer mehr in Kurven. Für eine Motorradfahrt ideal. Die Kurven waren nicht zu steil und die Geschwindigkeit ohnehin immer stark reglementiert.

Wenn gleich das Wetter noch eine gute Stunde immer wieder von starken Schauern durchzogen war, so wurde man darauf doch schnell wieder durch die Landschaft für alles entschädigt. Der Highway 48 zwischen Nordwest Georgia und Alabama ist schöner als Ihn Hollywood je erschaffen könnte. Die kurvenreiche Straße, die einen um die vielen Berge herauf, herab und herumführt ist links und rechts von hohen Bäumen gesäumt. Kräftigstes Grün und teilweise weite Aussichten in die Täler wollen dich nie wieder von dieser Straßer herunterlassen. Mitten auf dem Berg finden sich ein oder zwei kleine Döfern wie aus dem Fernsehen. Hier kennt definitiv Jeder Jeden. Von jedem Geschäft gibt es eine kleines, dass sicher über 5 Generationen betrieben wird und alles ist uhrig eingerichtet und vom Tourismus abgeschieden. Besser als die Wirklichkeit.

Über die meiste Zeit kommt dir kein Verkehr entgegen und dr bedeckte Himmel unterstreicht eigenlich nur noch die satten grünen Farben. Auf der letzten Kurve der Bergspitze fährst du durch eine kleine Nebelbank, bevor es in Kurven wieder dem Tal entgegengeht. Diese Strecke muss ich unbedingt nochmal fahren ( dann evtl. aber mit mehr Zwischenstopps zum Fotografieren. Dieses mal musste ich es genießen ).

In Alabama angekommen ( Achtung: Zeitzonenwechsel. Hier beträgt die Differenz zu Deutschland -7 Stunden ) flacht es leicht ab. Immer noch leicht kurvig, also super zum Fahren. Endlich sieht man auch mal den einen oder anderen Bauernhof( bisher noch gar nicht ). Hier kommen wir nun auch durch die richtig klischeehaften Kleinstädte. Links und rechts der Hauptstraße sitzen die kleinen Läden, die Autos Parken vorwärts davor. In den Schaufenstern hängen die Anfeuerungsplakate für das lokale Highschool-Footballteam und auch die Autos sind genau die aus dem Fernsehen.

Einschub: Wie ich Schnarchen nicht abkann. Ich weiß jetzt schon, dass ich wieder die halbe Nacht wach liegen werden, weil Herr Carstens hier den Regenwald abholzen muss während ich das hier schreibe. Werde nochmal die Toilettentür schwungvoll zufallen lassen. —

Tagesstrecke: 175 Meilen. Gesamtstrecke bisher: 894 Meilen ( 1430km ).

Keep you updated,
Sebastian

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