Hallo nach Deutschland,

es ist Safari Tag. Ganz im Sinne der alten Maharadschas geht es heute in den indischen Wald auf Safari. Im Gegensatz zu den alten indischen Herrschern schießen wir allerdings nicht auf die Tiere sondern halten sie nur in Bildern fest. Vor etwas mehr als 100 Jahren hätte es in ganz Indien noch 40.000 bis 50.000 Tiger gegeben. Heute sind es gerade einmal noch 2.500 Tiger. Aber genau diese Tiere sind das erklärte Ziel unseres heutigen Ausflugs.

Wir haben heute zwei Safaris gebucht an denen wir teilnehmen werden. Eine startet um 06:15h die zweite Nachmittags um 14:15h. Beide werden in den Ranthambore National Park gehen. Es heißt morgen also wieder früh aufstehen. Igitt. Aber es ist alles bestens organisiert. Einfach ab 6 Uhr ins Restaurant setzen. Dann gibt es schon mal Kekse und Kaffee oder Tee. Sobald der Wagen da ist wird man ausgerufen. Klappt auch wie geplant.

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Distance: 0km

Wir haben einen kleinen 6 Gäste Jeep. Drei Personen auf der hinteren Bank. Drei Personen auf der Mittleren, Fahrer und lokaler Ranger. Die Touren sind hier alle staatlich organisiert. Man kann nur dort Touren buchen. Das Geld geht dann an die lokalen Guides die die Touren durchführen, den Staat der das Geld veruntreut (nein, dass ist nur eine gemeine Unterstellung) und das Reservat erhält.

Der Ranthambore National Park ist in insgesamt 10 Sektionen unterteilt. Man macht immer eine Tour immer nur in einer Sektion. Wir starten heute morgen in der Sektion 6. Die Tiere dürfen sich frei zwischen den Bereichen bewegen. Die Menschen nicht. An den Grenzen der Sektionen müssen die Jeeps stehen bleiben und können die Tiere nicht „verfolgen“.

Wir teilen unseren Jeep heute morgen mit Sue und Mike, sowie Person C und Person D. Ich hab die Namen der Beiden wieder vergessen. Alle vier kommen jeden Falls aus Großbritannien ( New Castle und Windsor in diesem Fall … ich muss beim nächsten mal meine Umfrage zu Pro oder Contra Brexit starten ). Auf jeden Fall vier sehr nette Damen und Herren frisch verrentet würde ich tippen. Wir hatten die Runde auf jeden Fall sehr viel Spaß zusammen. Unser Guide, Kenny, wurde nicht getötet. Den Namen des Fahrers konnte ich mir nicht merken, er hat keine so schöne Abkürzung wie Kenny genannt. Kenny konnte aber gut Englisch und hat uns stets auf dem Laufenden gehalten. Es fahren wohl etwa 10 Fahrzeuge pro Schicht und Sektion durch den Park. Die 6er Jeeps sind die kleineren. Es gibt dann auch noch 20er LKW. Die sind natürlich weniger wendig und man kann sicher viel schlechter sehen, wenn man gerade auf der falschen Seite sitzt.

Wir sind ca 20 Minuten zum Eingang des Parks gefahren, bzw. dann nochmal die Strecke bis zur eigentlichen Kontrollstelle. Hier kann es wohl vorkommen, dass die Gäste sich ausweisen müssen, damit der Park auch die Korrektheit der Gästelisten prüfen kann, das ist heute aber nicht der Fall. Unser Ranger springt kurz ab, reicht die Liste ein und schon geht es weiter.

Um Tiger zu finden muss man vor allem gut hören können. Nicht die Tiger. Aber alle anderen Tiere die sich über die Anwesenheit der Tiger „beschweren“ und ihre Artgenossen warnen wollen. Man hört also vor allem nach den Rufen von Affen und Hirschen. Wenn man so einen Ruf hört, dann beginnt die schnelle Fahrt in dem Jeep. Und man muss sich wundern, was so ein kleiner Jeep alles ertragen können muss.

Wir fahren erst ca. 40 Minuten durch den Park ohne eine ganz konkrete Spur. Dann stehen da aber auf dem Weg schon ein paar andere Jeeps und auch die großen Massenwagen. An der Seite liegt ein Tiger und schläft, bzw. räkelt sich unweit des Wegesrandes. Die Ranger sprechen sich noch kurz ab und wir rasen an diesem Tiger vorbei. Weiter die Straße hinauf. Es soll hier noch ein anderer Tiger sein.

Wenig später werden wir aber von der Distrikt Grenze aufgehalten. Vielleicht hat der andere Tiger sie bereits überquert. Wir dürfen das allerdings nicht. Also drehen wir wieder um.

Dank des indischen Gens drängelt sich unser Fahrer sehr schön in die erste Reihe. Wir haben beste Sicht auf den Tiger, der jetzt vielleicht 8 Meter von uns entfernt im Gras liegt. Hätte der jetzt Hunger hätten wir uns mit dem Auto so schnell nicht wegbewegen können. Zum Glück schien er nicht so viel Hunger zu haben.

Die Anzahl der Hirsche und sonstigen Wildtiere sei weit mehr als für die Tiger benötigt. Die müssten also kein Hunger leiden hier. Wir stehen also nicht auf der Speisekarte versicherte man uns.

Ab diesem Zeitpunkt macht sich das Teleobjektiv wieder bezahlt. Das stehen in der ersten Reihe dann auch. Wenn sich der Tiger auch nicht vom Boden wegbewegt hat, so war das doch eine tolle Erfahrung so ein tolles Tier ohne Käfig zu erleben und natürlich Bilder in freier Natur zu machen.

An dieser Stelle lasse ich sie, lieber Leser, für heute mit den Bildern alleine. Morgen sind wieder einige Kilometer zu bewältigen. Es heißt also früh aufstehen.

cheers.
Sebastian

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