gefahrene Kilometer heute: 408.25km
gefahrene Kilometer gesamt: 2687.51km

Hallo und Hummpa nach Deutschland,

heute morgen starten wir in unserem Ort an der Donau: Orșova. Wir fahren noch ein kleines Stückchen in den Süden. Ein paar Kilometer weiter befindet sich das sog. „Eiserne Tor“. Früher war dies die gefährlichste Stelle der Donau. Es durfte dort nicht gefahren werden ohne entsprechende Lotsen. Inzwischen ist die Stelle durch einen Damm und ein Hebewerk entschärft worden. Der Damm ist nun ebenfalls eine Übergang nach Serbien. Denn hier ist die Donau der Grenzfluss zwischen Rumänien und Serbien auf der anderen Seite.

Leider kommt man durch die Absperrung an der Grenze nicht gut und nah an den Damm heran. Wir drehen wieder um. Unsere eigentlich Tour führt uns in den Norden. Die nächsten 180 Kilometer fahren wir entlang der Donau. Solange bis der Fluss nicht mehr die Grenze zwischen den Ländern bildet und wir weiter ins Landesinnere fahren müssen.

Besonders die ersten Kilometer entlang der Donau am Rande der Karpaten sind besonders schön. Die Strecke ist kurvig aber sehr trotzdem angenehm entspannt zu fahren. Wir fahren an der Statue des Decebalus vorbei. Mit 55 Metern Höhe die größte Felsskulptur Europas. Einziger Zweck der Statue scheint aber der Tourismus zu sein. Für alle Durchreisenden gibt es hier natürlich nochmal eine Meile an kleinen Ständen und Buden.

Wir fahren eine ganze Zeit entlang der grünen Grenze zu Serbien. Hier über die Grenze zu fahren wäre auch nicht viel schlimmer, als die Sandpiste von gestern. Der einzige offizielle Grenzübergang auf der Strecke ist nicht sonderlich groß und nicht sonderlicht gut besucht. Scheinbar will keiner von Rumänien nach Serbien.

Ein letztes Mal fahren wir auf der Route 58 die letzten Ausläufer der Karpaten entlang. Die Strecke durch den Semenic-Cheile Carașului Nationalpark ist nochmal sehr schön. Damit verabschieden wir uns aber von den Karpaten. Die Landschaft ändert sich danach maßgeblich. Keine Berge oder auch nur Hügel mehr. Weites, flaches Land. Überall wächst Weizen oder Sonnenblumen. Abgesehen von den Sonnenblumen nicht viel anders als bei uns.

Wir fahren durch Timișoara. Mit 320 Tausend Einwohnern die dritt größte Stadt Rumäniens. Wir fahren nur einmal durch die Stadt hindurch. Es gibt hier eine schöne Altstadt und überhaupt mal etwas Stadtcharakter.

Unser Nachtlager schlagen wir im „Schwabenhaus“, gut 30 Kilometer vor der Ungarischen Grenze auf. Es wird unsere letzte Nacht in Rumänien sein. Spannend ist allerdings noch dir Frage ob sie mich auch wieder raus lassen aus dem Land. Hineingekommen bin ich ja ohne meinen Fahrzeugschein, aber lassen die mich morgen auch wieder raus ? Oder muss ich das Mopped hier abstellen und darf nach Hause laufen ?

Das Schwabenhaus macht seinem Namen auf jeden Fall alle Ehre. Ausnahmsweise spricht hier zwar keiner Deutsch, aber der Laden ist wirklich mühevoll eingerichtet. In unserem Zimmer stehen alte hölzerne Betten und Schränke. Die Empfangshalle ist geschückt mit unzähligen Uhren. Von großen alten Standuhren bis hin zur Kuckucksuhr. Es ist kein Quadratzentimeter mehr frei an der Wand.

Es gibt zwar keine Käsespätzle in der Karte. Aber auch das Essen kann sich hier sehen lassen. Wer also mal in dieser Ecke eine Unterkunkt braucht, dem sei das Schwabenhaus ans Herz gelegt.

Ich bleibe also gespannt ob ich morgen mit dem Motorrad wieder aus dem Land komme oder nicht …

cheers.
Sebastian

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