Bis heute bin ich nie auf Mallorca gewesen. „Ballermann“ war für mich immer eher abschreckend als ein Grund sich einmal näher mit der Insel zu beschäftigen. Und das obwohl die Insel doch seit dem 09. Juli 1993 auch als das 17. Bundesland bezeichnet wird.

Damals erschien in der „Bild“-Zeitung der Artikel mit der Überschrift „Der verrückteste Vorschlag aus Bonn – Mallorca soll deutsch werden“. Ausgangspunkt war ein Interview eines Bild Redakteurs mit CSU-Bundestagsabgeordneten Dionys Jobst. Er wird zitiert: „Jetzt strömen die Deutschen wieder ins Ausland. Eigentlich sollte man ja für die schönen Urlaubsgebiete nur in unserem eigenen Land verstärkt werben. Aber Mallorca ist ja schon nahezu zu einer Insel mit deutschen Einwohnern geworden. Deshalb müsste die Bundesregierung eigentlich mit Spanien in Verhandlungen treten und sich um den käuflichen Erwerb dieser Insel bemühen.“

Daraus macht die Bild die besagte Headline, die Mallorca zum 17. Bundesland Deutschlands macht – „Bonner Abgeordnete denken darüber nach, die Paradiesinsel für 99 Jahre zu pachten oder den Spaniern ganz abzukaufen (Schätzwert 50 Mrd. Mark)“.

Damit tut man dieser Balearen- Insel natürlich Unrecht. Hier gibt es deutlich mehr zu sehen als eben nur den Ballermann. Das Wort leitet sich wohl ursprünglich vom spanischen Wort „Balneario“ für „Heilbad“ ab.

Und genau das gucken wir uns jetzt einmal an. Aber nicht mit dem Motorrad. Sondern ein richtiger Entspannungsurlaub. Komplett ohne festes Programm. Deswegen wird es hier auch keine regelmäßigen Updates geben.

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Vom Ballermann halten wir uns trotzdem fern. Soviel Skepsis sei erlaubt. Wird steuern den Norden der Insel an und haben uns in Alcúdia eingemietet.

Die Neuerungen bleiben aber auch in der Art des Transports und der Unterbringung – einmal keine Individual-Tour sondern ein „All-In“- Urlaub aus dem Katalog.

Also All-In stimmt gar nicht. Und Katalog auch nicht. Aber es ist ein Komplett-Paket aus dem Internet. Also Flug, Transfer und Hotel. Im Hotel haben wir kein Essen gebucht, sondern ein Apartment mit eigener Küche. Wir versorgen uns selbst. Aber bei all meinen Vorurteilen gegen große Hotels in der Nähe von noch viel mehr großen Hotels – es ist einfach die günstigste und bequemste Möglichkeit die drei Dinge zu bekommen. Also probieren wir das mal aus.

cheers.
Sebastian

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