Fahrstrecke heute: 490km
Fahrstrecke gesamt: 1135km

Hallo und Humppa nach Deutschland !
Schöne Grüße aus Altdorf in der Schweiz.

Heute morgen sind wir in unserem kleinen Landgasthof gestartet. Es wurde versucht, dass es uns an Nichts fehlt. Es wurde alles zum Frühstück aufgetischt, was es vermutlich noch im Kühlschrank gab. U.a. noch genau ein Joghurt. Während des Frühstücks wurde sich noch unterhalten. Es wurde darüber gesprochen was wir so beruflich machen, wo die Tochter des Hauses gerade in Urlaub ist oder was man früher beruflich getan hat. Während des Gesprächs fing ich an besagten Joghurt zu verzehren. Der Satz „Macht es dir was aus, vielleicht einen Löffel übrig zu lassen ? Ich würde den auch gerne noch probieren.“ kam allerdings extrem unerwartet.

Normalerweise mag ich es sehr gerne wenn man im Bett liegt und es draußen regnen hört. Während eines Motorrad Urlaubes ist das nicht so. Der Regen hatte uns wieder eingeholt. Es blieb uns auch nach beschriebenem Frühstück nichts anderes übrig, als die Regenklamotten überzuziehen und in den Regen hinaus zu fahren. Nach zwei Stunden Dauerregen findet das Wasser aber seinen Weg. Die Füße waren nass, die Hände kalt und irgendwo zog das Wasser dann auch langsam am Bauch herein. Das fördert irgendwie nicht die Stimmung.

Es ging weiter Richtung Bodensee. Bis dorthin hatte sich zumindest des Dauerregen verabschiedet und kamen nur noch vereinzelte Tropfen herunter. Da der Himmel aber immer noch sehr bedeckt war, schützt das erfolgreich dagegen zu trocknen. Die E45 verläuft eigentlich sehr schön am Bodensee entlang. Unschön nur wenn irgendwelche Umleitungen den ganzen Spaß an der freien Fahrt für freie Bürger nehmen.

Aber dann … war Deutschland endlich hinter uns. Hinein in die Schweiz, hinein ins Fahrvergnügen. Die Strecke war tatsächlich landschaftlich sehr schön und auch nicht mehr zu langweilig. Der Himmel zwar bedeckt, aber inzwischen war man ein wenig getrocknet. Inzwischen mit zusätzlichem Pullover.

Das hielt dann im Tal auch weiter an. Aber am Nachmittag stand der Klausenpass auf dem Programm. 1915 Höhenmeter. Langsam schraubten sich die Straßen immer höher in den Berg. Sehr schöne und enge Links Rechts Kombinationen. Leider kamen wir damit sehr schnell in den Bereich in dem die Wolken festhingen. Damit war es leider auch sehr schnell vorbei mit den trockenen Straßen und noch schneller mit den trockenden Klamotten. Ach was wäre das für eine tolle Strecke gewesen, wenn sie den bloß trocken gewesen wäre. Ganz oben konnte man dann nicht mehr von Sicht sprechen. Außerdem wurden hier wieder Klischees bedient und die Kühe mit Kuhglocke über die Straßen getrieben. So gerne man auch wollte, aber schnell ging es dort heute nicht vorran. Ansonsten bitte unbedingt einmal die letzten 60km der heutigen Strecke merken – eine sagenhaft tolle Strecke !

Die Abfahrt hat dann nochmal die letzten Reserven gefordert. Wenn ein Auto von vorne kam, konnte es schon mal sein, dass man auf der rechten Fahrbahnseite unter kleinen Wasserfällen hindurchfahren musste, die sich auf und neben den Fahrstreifen ergossen. Weil schon die Reserveleuchte aufblinkte wurde auf geraden Stücken auch gerne mal in den Leerlauf geschaltet um Sprit zu sparen.

Unten angekommen, völlig durchnäßt und von den 8°C auf dem Gipfel auch nicht vor Hitze ächtzend, war ein warmes Zimmer und eine Dusche an Platz eins der Bedürfnisse. Nachdem die Sachen ausgepackt waren, war auf einmal Essen auf Platz eins. Der Grourmet Burger war jetzt nicht zu sehr Gourmet, außer vielleicht im Preis, was in der Schweiz aber normal ist, aber auch nicht zu verachten.

Morgen geht es weiter durch die Schweiz. Morgiges Tagesziel: Der Start der „Route Des Grandes Alpes“.

cheers.
Sebastian

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