Fahrstrecke heute: 397km
Fahrstrecke gesamt: 2906km

Hallo und Humppa nach Deutschland !
Schöne Grüße aus Le Chenay in Frankreich.

Und wieder lässt mich das Navi etwas im Stich und zeichnete ab 16 Uhr nicht mehr auf. Vielleicht liegt es daran, dass er ab einer bestimmten Dateigröße abbricht ?!

Unser Navi fährt ansonsten immer noch mit der Einstellung „Schnellster Weg“ in die Heimat. Autobahnen werden noch vermieden. Die werden erst in Deutschland wieder benutzt.

Interessanterweise führt diese Option in großen Teilen zu der gleichen Strecke die wir bereits auf der Hinreise genommen haben. Viele Streckenabschnitte können wir jetzt also noch mal von der anderen Seite sehen. Es fehlen natürlich einige „unnötige“ Streckenabschnitte, die extra aufgrund der Serpentinen hinzugefügt wurden. Dennoch ist auch diese „schnellste“ Option eine hervorragende Strecke über einige Alpenpässe. Vielleicht kann das Motorrad-Navi aber auch nicht anders :)

Bei der Aussicht macht es rein gar nichts ein paar Streckenabschnitte nochmal zu fahren

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Die Rücktour ging ähnlich der Anfahrt wieder einige Kilometer durch Italien. Dieses mal allerdings eine andere Strecke. Im Flachland um Turin kam es uns allerdings wieder vor wie vor Jahren in Indiana. Kilometerlange Strecken nur durch Maisfelder! Maisfelder und Pappelwälder. Keine Ahnung was die hier aus Pappeln machen. Aber viel anderes scheint hier nicht zu wachsen.

An einigen Alpenpässen hat sich im Übrigen die Motorrad- Fotographen- Mafia postiert. In einigen Kurven lauern entsprechende Fotographen die Bilder von den Motorradfahrern im Kurvenschneitel machen, dort wo es nach Möglichkeit besondern spektakulär aussieht, wenn man sich in die Kurve legt. An den Seiten sind Transparente angebracht mit der Webseite, in der Hoffnung, dass man sein Bild dann auf der Webseite heraussucht und kauft. Bisher habe ich mir die Adressen leider nicht gemerkt und mich bereits in den Kurven immer direkt hinter einem Auto versteckt.

Auch wenn es nur die schnelle Rücktour hätte sein sollen, so komme ich doch auch heute wieder voll auf meine fahrerischen Kosten. Die Straßen machen so einen unglaublichen Spaß. Heute morgen sind wir zudem das erste Mal bei blauem Himmel gestartet und konnten von der ersten Minute an die perfekten Straßen genießen.

So langsam müssen die richtig geilen Straßen, bei denen man sich nicht mehr zusammenreißen kann, auch aufhören. Der Hinterreifen gibt langsam auf wird nach der Tour direkt gewechselt werden müssen. An dieser Stelle besser noch keine Bilder :)

Inzwischen sind wir bei Le Chenay in einem kleinen Best Western Hotel angekommen. Nur dieses Hotel scheint uns ein wenig merkwürdig. An der Rezeption wurden einige Brocken deutsch gesprochen, in den übrigen Regionen haben wir uns über eine paar Brocken englisch gefreut. Der Badezimmerspiegel hängt hier das erste mal nicht mehr auf Bauchnabelhöhe, sondern im Gesicht. Man muss hier wieder mit vernünftig großen Menschen rechnen. Und zu guter Letzt: Es gibt hier normale Bettdecken die auch noch auf dem Bett liegen. Gewohnt waren wir zu kurze Betten, bespannt mit Bettlaken und leichter Wolldecke. Alles wird schon unter die Matratze gespannt, sodass man das halbe Bett auseinanderpflücken muss, oder sich von vornherein in diesen Bettkokon hineinzwängt.

Ich bin der festen Überzeugung heute beim Fotographieren einen Kolibri gesehen zu haben. Das Internet belehrt mich aber, dass das aufgrund der Verbreitung nicht sein kann, sondern es sicher sicher um ein „Taubenschwänzchen“ gehandelt hat. Hatte ich bisher noch nie von gehört. Wieder was gelernt. Bildungsurlaub !

Morgen geht es weiter über die Schweiz bis nach Deutschland.

cheers.
Sebastian

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