gefahrene Kilometer heute: 378.69km
gefahrene Kilometer gesamt: 1058.84km

Mein Akku am Laptop nähert sich dem Ende. Außerdem hab ich gerade keine Lust mehr. Also daher vorerst in Kürze: JA wir leben noch. Wir haben etwas länger gebraucht einen Campingplatz zu finden. Aber die Zelte stehen. Wir sind satt, geduscht und gerade echt müde. Mehr habe ich mit notiert und gucke, wann ich genug Strom finde es auszuformulieren.

Update 24.07.2018: Jetzt hab ich Strom. Gerade hab ich den Artikel zum 24.07. bereits geschrieben. Jetzt hab ich wenig Lust noch viel mehr zu schreiben. Ein klein wenig vielleicht:

Eine tolle Erfindung die es hier gibt: Den Basketballmülleimer. Hier in den Niederlanden sind ja eh alle mit dem Fahrrad unterwegs. Man hat Müll in der Hand. Will aber nicht anhalten um den in die Tonne zu werfen. Damit der Abfall nicht in die Natur geht, haben die Niederländer Mülleimer aufgestellt, die einen Art Trichter um den Mülleimer haben. Du kannst also einfach einen Müll in der Fahrt in den großen Trichter werfen. Tolle Sache das.

Du musst hier beim Abbiegen häufig vorsichtig sein wo du landest. Es gibt kleine Straßen die in etwas die gleiche Größe haben wir der eigenständige Fahrradweg. D.h. wenn du von der größeren in die kleine Straße abbiegst, kommt es schon mal vor, dass du auf dem Radweg stehst und nicht in der kleinen Straße für die Autos.

Die bauen hier auch gerne mal drei Fahrbahnen. Die große Bundesstraße mit 2 Spuren pro Richtung. 100km/h erlaubt. Dann kommt der Radweg. Normalerweise auch 2 Spuren. Eine je Richtung. Und dann gibt es immer noch eine extra Fahrbahn. Für Autos, aber eben nur die kleine Dorfstraße. Sie führt komplett an der Bundesstraße vorbei. Nur eben für Traktoren und und weiß auch nicht wieso. Also 50m Breite für 3 Straßen. Und alle in bestem Zustand.

Nach einer kurzen Fahrt halten wir an einem kleinen Supermarkt in einem kleinen Dorf. Zum Frühstück gibt es Käsebrötchen mit lecker Beemster Käse, dazu frische Ananas und einen Joghurt. Frühstücken auf dem Supermarkt Parkplatz ist toll. Das ist Freiheit.

Es geht weiter über die kleinen Straßen und Dörfer. Wir nähern uns der Grenze zu Belgien. Und schwups, mitten im Ort steht das Grenzschild „Belgien“. Auf der Straße und dem Bürgersteig ist eine etwas dicker gemalte weiße Linie und das ist es dann auch schon. Die eine Straßenseite sind die Niederlade, die andere ist Belgien. Das ist mal eine nette Nachbarschaft.

Was die nächsten Kilometer auffällt: Die belgischen Radfahrer haben es lange nicht so gut wie die niederländischen. Extra Radwege gibts hier kaum. Genau wie bei uns. Also ein deutlicher Unterschied zu wenigen Kilometern vorher.

Der allgemeine Zustand der Wege und Straßen ist auch nicht besonders gut. Eher ganz im Gegenteil. Ziemlich geflickt und kaputt. Selbst die deutschen Straßen sind an den schlechten Stellen meist noch besser. Häufig haben auch die Dörfer Betonstraßen.

Wir fahren von Nord durch Antwerpen. Die Stadt hinterlässt bei mir spontan nicht den Eindruck, dass ich dort nochmals hinfahren will. Es sieht eher dreckig an den Straßenrändern aus. Die Straßen auch hier kaputt. Aber es wird gebaut. Vielleicht haben wir einfach nur die falsche Ecke zur falschen Zeit erwischt.

Ich weiß nicht, ob wir einen Feiertag oder sowas erwischt haben, aber an diesem Montag Nachmittag ab 16:30h sind so ziemlich alle Geschäft geschlossen. Aldi und Lidl haben auf. Alles andere scheint geschlossen oder verlassen zu sein. Machen dir hier im Sommer komplett zu oder Hitzefrei?

So schöne Gärten und Häuser wie in den Niederlanden gibt es auch nicht mehr. Die meisten Häuser auf dem Dorf sind eher klein, von unattraktiver Bausweise und die Gärten, wenn nicht betoniert eher nicht besonders gut oder einfallsreich gepflegt. Meine Vorliebe dafür wurde auf der anderen Grenzseite noch gut befriedigt. Ihr bleibt diese Begeisterung allerdings aus.

Wir kommen noch langsamer voran als bei den Holländern. Hier gilt auf Landstraßen Tempo 70. Das waren vorher immerhin noch 80km/h. Auch wenn du dich meistens in 60km/h Zonen bewegt hast. Aber irgendwie stolperst du in Belgien von einem Dorf/ Stadt in das nächste. Überlandstraßen gibt es kaum. Es ist echt schwer zu erkennen, welches Tempolimit gerade gilt.

Die Suche nach einem Campingplatz gestaltete sich schwierig. Das Navi bietet die Möglichkeit danach zu suchen. Allerdings ist an der ersten gefunden Position zu der wir hingefahren sind nur ein Parkplatz für Wohnmobile. Wir fahren weiter. Die nächste gespeicherte Option ( nach 20min Fahrt ) liegt mitten in einem Wohngebiet. Nichts mit Camping. Eine Google Suche nach „Camping“ zeigt viele Orte von Festivals an. Erst in erneuten 30min Entfernung findet sich ein richtiger Campingplatz. Eingecheckt. Aufgebaut. Erstmal was Essen.

Weil auch hier irgendwie die meisten Geschäfte zu sind, geht es nicht in einen Belgischen Pommes-Laden, sondern ein Restaurant. Vorspeise: Käsekroketten – mmmmh LECKER!!. Steak zum Hauptgang.

Neben uns die belgischen Geißens. Etwas überkandidelt. Sie besetzt einen Platz mit ihrer Bvlgari Tasche einen Platz, damit man die auch gut sehen kann. Label möglichst sichtbar nach vorne. Bei ca. 65 Jahre. Sie stark bemalt. Es gibt Bolonese uns Rose. Aber die Bolo erfüllt nicht die Standards. Beide lassen das Gericht, auch wenn ich kein Belgisch verstehe, eher wenig nett zurückgeben. Die Kellner sind sichtlich erniedrigt. Später muss die neuen Teller auch jemand anderes bringen.

Zwischendurch beschwert man sich auch noch für seine Sitznachbarn. Die hätten was bestellt haben es aber immer noch nicht bekommen. Und dann hat man vermutlich die Nachbarn unterhalten mit allem was vermutlich schlecht läuft in dieser Welt und wie alle unfähig sind. Und das bei dem günstigsten Gericht auf der Karte. Ok, vielleicht mögen die gerne Bolognese.

Wir freuen uns über einen gesättigten Magen. Wackeln zurück zum Zelt. Und schalten für heute ab.

cheers.
Sebastian

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