Der erste Gang ist in Richtung U-Bahn. Den dort stehen die Ticketautomaten. Für nur 6,15 EUR pro Person sind für einen ganzen Tag alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt abgedeckt. Neben Bus, Metro und der alten Tram ist auch der Eintritt in den Elevador de Santa Justa inbegriffen. Ok, das war jetzt irgendwie nur schlechte Werbung … aber ich finde das wirklich einen Preis der ermuntert die Öffentlichen zu benutzen.

Wir fahren zuerst mit der Tram Linie 28. Die Bahn fährt quasi bei uns vor der Tür vorbei. Das Problem ist nur, dass die Bahn bei uns vor der Tür immer schon ziemlich voll ist. Besser ist also man geht ein paar Meter zu dem eine Ende der Linie. Dort müssen alle ein- und aussteigen. Wir betreten also die Bahn also am westlichen Ende, der Station Campo Ourique (Prazeres) und bleiben bis zum anderen Ende der Strecke sitzen. Wir steigen an der Station Martim Moniz aus. Von dort aus geht es dann doch ein wenig zu Fuß weiter durch den Stadtteil Alfama. Wieder durch die kleinen Straßen. Auch hier gibt es jede Menge niedliche kleine Cafes. Und wir sind ja in Urlaub. Warum so viel laufen, wenn hier heute doch schon so viele Kilometer gefahren wurden ? Also gibt es erstmal eine kleine Cafe Pause. Mit einer Käseplatte und der Nachtischkombination „Three Sweets“. Wirklich lecker. Das Eine wie das Andere.

Nach der kleinen Pause mit Stärkung geht es weiter in Richtung Westen. Mit einer neuen Straßenbahn und leider nicht mit einer der alten Trams geht es also von Alfama Richtung Belém am anderen Ende der Stadt. Noch bevor unsere Bahn in Belém hält sehen wir, wovor uns unser Gastgeber gewarnt hat. Die Bäckerei in Belém ist sehr berühmt für ihre Natas. Und tatsächlich steht vor dem Laden eine Schlange bis zur nächsten Straßenkreuzung. Diejenigen die die Bäckerei verlassen brauchen keine 5 Meter um sich mit der Tüte abzulichten und vermutlich gleich aus Instagram zu posten … So gut können die nicht sein und unser Gastgeber Mario hält sie auch für völlig überbewertet. Und der lebt hier.

Ein paar Meter weiter befindet sich die Kirche Santa Maria de Belém die man kostenlos besichtigen kann. In dieser Kirche ist einer der bekanntesten historischen Personen Portugals begaben, der Entdecker und Seefahrer Vasco da Gama. Er hat den Seeweg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung entdeckt. Die Kirche ist groß und prachtvoll gebaut und auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie ist Teil des Mosteiro dos Jerónimos, dem Hieronymitenkloster. Das Kloster war allerdings schon geschlossen und wir konnten es heute nicht mehr besuchen.

Nur unweit von der Kirche und dem Kloster, gut aus ganz Belém zu sehen, ist das Padrão dos Descobrimentos, das Denkmal der Entdeckungen. Der Turm von 1960 steht direkt am Ufer des Tejo. Leider ist er auch schon geschlossen und wir können heute den Turm nicht mehr hinauf. Das Denkmal zeigt 33 berühmte Seefahrer und Entdecker Portugals. Im Inneren gibt es noch Konferenzräume und eben den Aufgang zu einer Plattform die einen tollen Block über Belém verspricht.

Wie genießen den Sonnenuntergang also am Füße des Denkmals bevor es wieder mit der Metro in Richtung Altstadtmitte geht. Heute einmal keine Fressehalle für uns, sondern Verpflegung aus der Appartmentküche.

cheers.
Sebastian

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