Zu der Ansage „Entspannung“ passt das sehr frühe Aufstehen vor 8h nicht. Denn schon um 08:30h ging der Bus ab dem Busbahnhof der Stadt. Was für eine brutal frühe Zeit.

Bei der Buchung online musste man seine bevorzugte Sprache angeben. Hätten wir da besser nicht Deutsch angegeben. So sind wir in dem gemischtsprachigen Bus gekommen. Als wir einsteigen wollten gab es den kurzen Schreckensmoment: „Ihr Name steht nicht auf der List“. Das war aber weil es scheinbar einen Bus gab, rein für englisch sprachige Touristen. Vermutlich gab es alle Ansagen in dem Bus nur in Englisch.

Wir dagegen hatten Bus Nummer zwei. Den Reste-Bus. Das resultierte leider darin, dass jede Ansage immer in drei Sprachen gemacht wurde. Es gab jede Information erst auf Italienisch, dann auf Englisch und schließlich nochmal auf Deutsch. Deutsch vermutlich nur, weil wir das Online angegeben haben. Wir haben also alles mindestens zwei mal verstanden.

Das wäre weniger schlimm wenn der lieber Herr Reisebegleiter nicht dann auch jede Information mindestens 5 mal pro Sprache wiederholt hätte. Es gab mindestens 4 mal die Info zur genauen Höhe. Es gab mindestens 5 mal die Info das die Gondel nur bei einigen Buchungen im Preis enthalten ist. Es gab mindestens 20 mal die Info an welchem Restaurant wir uns bei der Abfahrt treffen werden und das man da gut Essen kann. Der bekommt garantiert Provision.

Hinter uns saß eine Gruppe von Amerikanern. Aus Langeweile und Ablenkung von der dritten Wiederholung machte es mehr Spaß dort zuzuhören. Man war sehr verwundert wie teuer hier das Benzin ist. Ein Liter wurde hier ja 1,60€ kosten. Das sind ja 1,80 USD. Und dann muss man ja noch rechnen dass ja eine Gallone 2 Lister sind (eigentlich 3,7.., aber das wussten die nicht). Dann kostet ja eine Gallone mehr als 4 USD hier. Das ist ganz schön teuer. Wie können die hier Autofahren? Da bekommt man mal mit warum die in den Irak wollten.

Wir kommen mit dem Bus auf der Basisstation am Ätna an. Diese liegt bei etwa 1900m ( was wir nur so ca. 10 mal gehört haben bis dahin ). Mit einem Skilift geht es weiter auf 2500 Meter. Und ja, das ist ein richtiger Skilift ( aber wieder nicht von Dopplmayr ). Im Winter wird hier durchaus Ski gefahren.

Auf der Gipfelstation geht es weiter mit dem Truck. Große Allrad Trucks mit Kabinen-Aufbauten fahren uns die letzten Kilometer auf den letzten Sammelpunkt vor dem Gipfel. Von hier aus führt ein kleiner Fußweg rauf auf den Gipfel. Der darf aber offiziell nur mit einem BErgführer genommen werden. Aber ich denke das sehen die hier nicht so. Ein anderer kleiner Rundweg führt einmal um den niedrigeren Gipfel.

Die Aussicht kann man gar nicht beschreiben. Es sieht wahnsinnig toll aus. Großartige Farben in den Felsen. Und wir haben das perfekte Wetter mit blauem Himmel und weißen Wolken erwischt. Hier lohnt sich ein Blick in die Bilder unten.

Zurück zur Liftstation gehen wir aber zu Fuß. Bergab muss man nicht denn Allrad Truck nehmen. Hier merkt man aber auch wie schnell das Wetter hier oben umschlagen kann. Bei strahlendem blauen Himmel gehen wir los. Keine 20 Minute später steht der ganze Berg in Wolken und Nebel und man hat keine 30 Meter Sicht mehr. Wir orientieren uns am Straßenverlauf und gelangen sicher wieder zur Station zurück.

Und weil wir uns überraschend gemerkt haben, ab welchem Restaurant wir wieder abfahren kommen wir mit dem Bus auch wieder zurück …

cheers,
Sebastian

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