Hallo und Humppa,

ich bin inzwischen zurück in Deutschland. Sogar zurück in Hamburg. In einem Stück. Und auch die Rückreise habe ich in einem Stück gemacht. Heute morgen bin ich um 06:30h an meinem Hotel in Dubrovnik, Kroatien, gestartet. Etwas mehr als 19 Stunden später bin ich 1870 Kilometer weiter in Hamburg, Deutschland. Das reicht für die nächste Iron Butt (wem Iron Butt nichts sagt sollte den Bericht zur ersten Tour lesen) Plakette.

Damit ist die kleine Spontan-Tour aber auch schon wieder vorbei. Etwas mehr als 4300 Kilometer sind es nun insgesamt geworden. Maschine und Fahrer haben es gut überstanden. Es gab nur einen kleinen neuen Kratzer am Koffer.

View large Map
Distance: 0km

Ich hatte bei der Rückreise eigentlich ziemliches Glück mit dem Wetter und dem Straßenverkehr. Morgens um 07 Uhr ist noch nicht viel los auf den kroatischen Küstenstraßen. Man kommt sehr gut voran. Die Touristen die die Straße verstopfen stehen erst später auf. Und so bin ich auch schon wieder von der Küstenstraße runter und auf der kroatischen Autobahn bevor es dort zu voll wird.

Und auch da ist mal so gar nichts los. Zumindest das südliche Stück der Autobahn ist gähnend leer. In die gleiche Richtung fährt nur noch ein anderer deutscher Tourist mit dem Wohnwagen. Aus der entgegengesetzten Richtung kommen alle 10 Minuten einzelne Autos.

Die Exklusivität lassen die sich aber auch gut bezahlen die Herren und Damen dort. Ich musste gerade feststellen, dass Deutschland ja das einzige Land ist, in dem es keine Autobahn Maut gibt. In Kroatien gilt also auch Autobahn Maut. Ebenfalls für Motorräder. Die in der Regel aber deutlich günstiger wegkommen.

Das deutlich günstiger heißt in Kroatien allerdings immer noch 23 EUR die ich für die 500 Kilometer durch das Land zahlen durfte. Man rechnet hier immerhin fair nach Distanz ab. An den Autobahn Auf- und Abfahrten gibt es entsprechende Häuschen. Man zieht eine Karte beim befahren und zahlt beim Verlassen der Autobahn.

Slowenien dagegen will nur knapp 9 EUR für einen Mautsticker. Und der gilt dann sogar für 10 Tage und nicht nur die eine Strecke. Hätte ich vorher auf die Karte geguckt und gesehen, dass ich vielleicht gerade mal 35 Kilometer auf der slowenischen Autobahn verbringe hätte ich mir das aber auch sparen können. Das hätte man echt schwarz fahren können oder aber über die Landstraßen. Naja. Jetzt hab ich so einen schönen Mautaufkleber auf dem Mopped. Kann man ja am Wochenende nochmal ausnutzen.

Am günstigstens schneidet dann Österreich ab. Obwohl ich bestimmt über 200 Kilometer auf der Autobahn verbringe, kostet der 7 Tage Sticker nur 5,30 EUR. Wenn ich das aber auf Kilometer umrechne, ist Slowenien wahrscheinlich am ungünstigstens: Das macht dann 0,026 EUR pro Kilometer für Österreich. 0,25 EUR pro Kilometer für Slowenien und 0,046 EUR pro Kilometer für Kroatien. Wucher! Deswegen hat mich die Mautstickerverkäuferin in Slowenien bestimmt auch so ungläubig angeguckt. So doof ist halt sonst keiner.

Apropos doof: Den ganzen Tag hatte ich bestes Wetter. In den Kroatischen Bergen war es überraschend kalt, aber trocken. Kaum bin ich Deutschland, geht das schlechte Wetter los. Auf der ersten Tankstelle hinter der Grenze befülle ich nochmal das Mopped. Über der Straße ziehen schon die schwarzen Wolken auf. Ich ziehe also die Regenklamotten an.

Keine 5 Kilometer weiter auf der Autobahn geht es dann auch schon los. Regen, Regen, Regen. Kaum Sicht und die schlechte Laune steigt. Das hält dann ungefähr komplett Bayern hindurch an. Das ist schon eine Strecke. Dann haben sich die Wolken verzogen. Die Straße wird immer trockener. Ich kann es mir leisten die nicht durchnässten Handschuhe für den Rest der Tour anzuziehen.

Die Stimmung unter dem Helm ist gut. Die frische Luft sorgt für das völlige Fernbleiben von Müdigkeit und so lässt es sich gut nach Hause fahren. Irgendwann kurz nach 02 Uhr ist es dann soweit. Die Maschine steht wieder in der Tiefgarage. Die Sachen sind entladen. Griechenland ist es nicht mehr ganz geworden. Aber bis nach Albanien fand ich sehr spannend. Das war die Balkan Tour 2019.

cheers.
Sebastian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.