Marrakesch. Tag 5. Unser letzter Tag der ersten Etappe. Heute Abend geht es weiter nach Lissabon. Vorher müssen wir aber noch die letzten Vorräte an Bargeld auf den Kopf hauen …

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Bisher hatte ich immer sehr große Stücke auf unsere Unterkunft gegeben. Vielleicht weil es immer ein kleiner, ehrlicher Rückzugspunkt in dieser sonst ständig handelnden Stadt war. Aber mit der Rechnung die es nach dem Frühstück gab, musst ich dann doch noch etwas von dieser Meinung abrücken. Die Umrechnung EUR nach MAD hatte man sich mal etwas vereinfacht auf 1:10 zurecht gelegt, dann zum bezahlen aber wieder auf den korrekten Wert 1:11. Und bei der Kurtaxe gab es dann auch noch einen kleinen Rechenfehler, den ein Vierklässler schneller eingesehen hätte. Es galt also leider auch hier: Rechnung und Wechselgeld immer gut kontrollieren :) Alles in allem aber eine wirklich wunderschöner Aufenthalt und als Übernachtung in Marrakesch dringend zu empfehlen.

Die letzten Bargeldvorräte galt es in den letzten 3 Stunden noch gut anzulegen. Und in was ließe es sich besser investieren, also in wirklich gute Gewürze. Alles was bei uns in Deutschland im normalen Gewürzregal steht, hat mit dem richtigen Gewürz nicht mehr viel gemein.

Wenn man hier durch die Gassen geht und erst recht auf dem Gewürze-Platz, dann strömen die vollen Aromen der frischen Gewürze durch die Nase, dass es nur so eine Freunde ist und man tief einatmet. Wir hätten gerne Safran. Das teuerste Gewürz der Welt. Es übertrumpft nicht den Kilopreis von Gold, wie es noch im Mittelalter der Fall war, aber für ein Gramm des Gewürzes zahlt man mindestens 7 EUR. Die erste Tüte mit Safran die man uns unter die Nase hält ist nicht sehr überzeugend. Das merkt auch der Händler. „We have another quality. Just wait a second.“ Dann geht er zum nächsten Stand und holt einen Beutel. Wahrscheinlich leisten sich alle zusammen nur einen Stapel von dem guten Zeug. Wir sind jetzt also ganze 3 Gramm Safran reicher.

Alles Geld ist ausgegeben. Wir sind auf dem Weg zurück zum Hotel. Der bestellte Fahrer wartet bereits auf uns und bringt uns Minuten später zum Flughafen.

Marakkesch war eine tolle wirklich tolle Erfahrung und eine tolle Reise. Vermutlich bleibt es bei diesem einen Besuchen. Die Altstadt, die bunten Fliesen überall und die Farbe der Stadt – alle Gebäude sind aus rötlichem Lehm – ist eine wirklich schöne Kulisse. Aber wie schon beschrieben ist mir das ständige Handeln zuwider. Es ist einfach nicht meine Art. Um so länger man hier bleibt um so besser kommt man sicher damit klar. Hand man keine Kamera in der Hand und nicht ganz so blasse Arme hilft das mit Sicherheit auch ein Stück weiter. Aber offensichtlich als Tourist in Marrakesch unterwegs bis du erstmal ein gefundenes Fressen. Das zehrt ein wenig an den ansonsten positiven Eindrücken.

cheers.
Sebastian

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