Wir haben es geschafft. Wir sind mehr als 16.000 Kilometer geflogen und nun am anderen Ende der Welt. Fast.

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Distance: 0km

Es sind inzwischen etwas über 26 Stunden vergangen seit wir in Hamburg den Erdboden verlassen haben. Jetzt stehen wir mehr als 16.000 Kilometer weit entfernt in den größten Stadt des australischen Kontinents. In den Flieger eingestiegen sind wir bei um die 0°C. Ausgestiegen sind wir hier bei 29°C. 

Die Hauptsache ist … wir sind angekommen. Das Schlimmste sind aber irgendwie weniger die 26 Stunden auf der Reise. Irgendwie fehlt mir am meisten die frische Luft. Die ganze Zeit über gibt es die kalte trockene Luft auf der Klimaanlage. Im Flugzeug noch schlimmer als auf den Flughäfen. 

Unser Flug ging von Hamburg nach Dubai. Von Dubai über Bangkok nach Sydney. Alles in einem A380. Allerdings immer unten. Also in der Economy Class. Für den ersten Stock hat das Geld nicht gereicht :)

„Über Bangkok“ heißt in diesem Fall, dass wir alle vor Ort nochmal aussteigen mussten. Ein paar sind komplett vor Ort ausgestiegen. Für viele ging es weiter nach Sydney. Aber alle mussten das Flugzeug verlassen. Vielleicht eine Sicherheitsbestimmung wenn das Flugzeug betankt wird?

Laut Ansage hatten wir dann 10 Minuten Zeit nach dem Verlassen des Flugzeugs wieder am Gate anzukommen. So richtig war der Flughafen aber selber nicht für eine solche Geschwindigkeit ausgelegt. Eigentlich mussten wir nur eine Etage weiter oben in den Eingang zum Gate. Um dort hinzugelangen durften wir aber erst einmal einen gefühlten Kilometer in die entgegengesetzte Richtung laufen. Dann durch eine kleine Sicherheitsschleuse mit einem einzigen Scanner. Dementsprechend lang war die Schlange.

Aber auch der Warteraum am Gate war nicht viel besser organisiert. Bevor man in den Warteraum gelangte wurden allerdings die Taschen nochmals kontrolliert. Manuell. Also erst das Durchleuchten an den der Sicherheitsschleuse. Dann die nächste Taschenkontrolle direkt vor dem Gate. Und vor allem war nicht gerade mehr Platz um einen ganzen A380 mit Personen zu bestücken. Wie auch immer. Wir haben es ja hinter uns.

Emirates als Fluglinie kann man wie sonst immer auch, wärmstens empfehlen.

Wir sind also endlich in Sydney angekommen. Unsere Unterbringung liegt in der Innenstadt. 5 Gehminuten von der Central Station entfernt. Dorthin schafft man es vom Flughafen ganz leicht einfach per Bahn.

Was in London die Oyster-Card ist, ist hier die Opal-Card. Nur dass man hier ohne diese Karte im Grunde gar nicht mehr fahren kann. Man besorgt sich also am Schalter einmal diese kleine Plastikkarte. Die Karte kann man dann in jeder Station an Automaten wieder aufladen. Beim Einsteigen in Bus, Bahn oder Fähre halte ich die Karte einfach gegen die Lesegeräte. Beim Ein- und Aussteigen. Dann wird von der Karte immer der passende Betrag abgezogen. Auch bis z.B. der maximale Tagesbetrag erreicht ist. Technisch auch spannend wie das realisiert ist … Das würde mich mal interessieren. Wenn also jemand jemanden kennt der das in Sydney implementiert hat, gerne melden.

Nachdem wir uns einquartiert haben muss die erste Station natürlich der Hafen sein. Dort wo das weltberühmte Opernhaus direkt am Wasser steht. Was auffällt: Für eine Weltmetropole und der Ecke mit der touristischen Hauptsehenswürdigkeit, schien mir wenig los zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass es gerade die Woche vor Weihnachten ist.

Ich stehe als das erste mal persönlich vor dem Opernhaus in Sydney. Man kennt das Gebäude nun wirklich aus soo vielen Filmen. Von so vielen Bildern und hat schon soo häufig das Feuerwerk zu Silvester über der Oper im Fernsehen gesehen. Aber wenn man erstmal davor steht, dann ist das Gebäude überraschend viel häßlicher als in den Übertragungen.

Auf den zweiten Blick fällt einem weniger die Architektur, die das Gebäude so markant und spannend machen auf, sondern dann treten die ersten Materialien und Farben in Augenschein. Das Dach ist nämlich nicht weiß, sondern hat mehr einen Beigeton oder vielleicht auch etwas Gelbstichiges. Großte Teile der Fassade kommen in einem braunen Aluminum daher. Vieles erinnert an kirchliche Neubauten der 70er Jahre ( Bauzeit der Oper: 1959–1973 ).

Auf den dritten Blick werden die Details allerdings dann doch wieder spannend und schön. Den das Dach besteht auf glasierten glänzenden Keramikfliesen. Die Fensterfronten haben interessante Musterungen. Der Entwurf stammt übrigens von einem dänischen Architekten. Das Gebäude steht auch in Sachen Bauplanung unseren lieben Elbphilharmonie in nichts nach. Bei diesem Bau sind die Baukosten um das 14,5 fache überzogen worden und haben Jahre länger gedauert.

Es geht weiter den Berg hinauf. Am südlichen Ende der Sydney Harbour Bridge befindet sich das Sydney Observatory. Die offizielle Ausstellung ist nicht ganz grundlos kostenlos. Viel zu sehen gibt es nicht. Hier und da fehlen offensichtlich bereits Exponate. Aber einmal um das Observatory herumzugehen ist eine lohnenswerte Angelegenheit. Es gibt hier eine tolle Übersicht von der Harbour Bridge zur einen Seite und Darling Harbour zur anderen.

Wir biegen noch für ein kleines Stück auf die Harbour Bridge ein. Von hier gibt es die berühmten Aufnahmen von der Sydney Oper. Anscheinend dreht man hier gerade einen Film.

Weiter geht es durch den Stadtteil am Fuße der Harbour Bridge – „The Rocks“. Ich hab nicht recherchiert warum das so heißt. Aber das ist schon der etwas hippe Stadtteil mit vielen Gelegenheiten für Teueres, Kleines, und gut Designtes. Es gibt aber auch viele nette kleine und zumindest von außen leckere Cafes und Restaurants hier.

Wenn man hier an den (Meeres-) Strand will, dann kann man das zum Beispiel in Manly tun. Sydney selber liegt ja die Flussmündung ein wenig Landeinwärts und nicht direkt „vorne“ am Meer. Dafür gibt es aber Manly. Ganz einfach auf die Fähre mit der Opal- Card. Die Fahrt den Fluss hinunter in Richtung Meer dauert ungefähr 20 Minuten. Und wenn man dann dort aussteigt, denkt man es wäre Santa Monica. Gefühlt die gleiche Strandpromenade und die gleiche Einkaufspassage mit den Eisläden und hippen Surfershops. Alles etwas kleiner. Aber man fühlt sich sofort wie in der hippen Strandstadt von L.A.

Mit der untergehenden Sonne im Rücken lassen sich von der Oper noch tolle Bilder machen auf dem Rückweg mit der Fähre zurück ins Zentrum von Sydney. Genug für den ersten Tag Australien.

Abschließend noch zwei Dinge:

Erstens: Man steht hier gar nicht mit dem Kopf nach unten. Ich weiß noch nicht warum, aber das ist eine Lüge!

Zweitens: Hier ist Sommer. Die haben hier gerade mehr Sonne als gedacht. Da schwitzt sich eine kleine Schicht Sonnencreme schnell von der Stirn weg. Das kann rote Stellen hinterlassen.

cheers.
Sebastian

1 thought on “ Stopover in Sydney, Tag 1 – Hier steht man gar nicht kopfüber! ”

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