Zeit ist ja ohnehin relativ. Relativ zu Freunden und Familie in Deutschland haben wir viel mehr Zeit, weil wir vor Weihnachten geflohen sind und nicht arbeiten müssen und überhaupt. Absolut gesehen sind wir 10 Stunden in der Zukunft von Deutschland. Auch wenn uns das heir keinen echten Vorteil verschafft in der Zukunft zu sein. Alles in allem hat das mit der Umstellung aber gut funktioniert. Ich bin noch recht müde am frühen Abend, aber ansonsten schon fast hier in der Zeit angekommen.

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Distance: 0km

Tag zwei hier in Sydney. Entspanntes Aufstehen um 09:30 lokaler Zeit ( 23:30h nach Heimatzeit ). Der Tag hat ein volles Programm. Erstmal wieder mit dem Öffentlichen klar kommen. Erstes Ziel für heute: den richtigen Weg nach Coogee finden. Das geht am besten mit dem Bus. Den richtigen Bus finden ist aber gar nicht so einfach, wenn die gerade um den Central Station herum die ganzen Haltestellen verlegt haben. Aber wir haben den richtigen Bus erwischt. Was würde man heute ohne Offline Karten und GPS auf dem Handy machen?

Wenn man hier an den Strand fährt, dann eben nach Manly oder an einen der „Eastern Beaches“, die überraschender Weise alle östlich vom Stadtkern am Meer liegen. Der südlichste davon ist Coogee. Und mit etwas Zeit kann man dann von dort die Küste entlang nach Norden wandern. Irgendwann kommt man dann am Bondi Beach raus. Scheinbar unter Surfern ein sehr bekannter Strand. Und in der Tat ist der Bereich den man Schwimmern einräumt ein eher 100 Meter breiter Abschnitt. Der Rest gehört den Surfern. Was aber auch daran liegen könnte, dass die Wellen etwas stärker ausfallen können und vermutlich keiner Lust hat, auf dem Strand überall ein Auge auf Schwimmer zu haben.

Wir wandern also von Coogee den Coastal Walk hinauf zum Bondi Beach. Es gibt wirklich schlimmere Strandspaziergänge als diesen, was die Aussicht angeht. Hier kann man sich gerne ein Häuschen am Strand zulegen. Bezahlen kann man das sicher nicht. Die Strände sind aber eher die Buchten. Und die sind nicht wirklich groß. Bondi ist der größte und hat vielleicht eine Länge von 1km. Die anderen Buchten fallen kleiner aus. Und die Strände sind nicht überfüllt. Das mag daran liegen, dass es für den Australier noch nicht heiß genug ist, dass es unter der Woche ist und dass viele schon in Weihnachtsurlaub sind. Man weiß es nicht.

In Bondi angekommen gibt es erstmal einen Smoothie und ein kleines Baguett zur Belohnung. Wirklich verdient. Und vor allem wirklich lecker – also Pro Tipp: Bondi Beach, im Strandpavillon Smoothies und Sandwiches.

Nicht ganz so leicht gestaltete sich dann aber die Rückreise. Wir wollten wieder in die Innenstadt. Die Offline Karten zeigten die Bus Linie 389 an. An der physischen Haltestelle angekommen sagte die Beschilderung allerdings nichts mehr über eben diese Linie aus. Schade eigentlich. Also dann eben mit dem Bus zur nächsten S-Bahn Station. Dabei sind wir allerdings auf die Anzeigen in den Bussen selber reingefallen. „via Bondi Junction“ stand da. Der Name unserer S-Bahn. Allerdings stand das dort immer nich, auch wenn der Bus an der Station bereits vorbeigefahren war. Wir stiegen also erstmal in den Bus in die falsche Richtung ein. Aber auch das sieht man dann ja schnell via GPS. Also aussteigen. Umsteigen. Und jetzt in die richtige Richtung. Und dann mit der Bahn in die Innenstadt. Fun-Fact: die Busse innerhalb von Bondi haben zusammen AUS$ 3,75 gekostet. Die Bahn im Anschluss AUS$ 0,47. Durch das Abrechnungssystem bin ich noch nicht durchgestiegen.

Wir steigen bei der Town Hall aus. Dem Orientierungspunkt in der Innenstadt. Von dort ist es nur ein kleiner Fußweg und wir befinden uns in Darling- Harbour. Das ist das, was die Hafencity von Hamburg mal werden soll. Hier gibt es chice Prachtbauten und Restaurants rund um einen teuren Teil des Hafens. Was Hamburg noch fehlt ist das Lebhafte.

Zum Abendessen haben wir uns einen Thailänder rausgesucht – „Home“. Draußen steht man bereits an. Auch hier folgt man dem Trend und sourct unangenehme Aufgaben einfach an den User aus: Neben der Tür hängt eine Liste. Man trägt seinen Namen ein, wie viele Personen mit dabei sind und reißt sich die Nummer daneben ab. So funktioniert hier die Warteliste. Das Restaurant guckt immer wieder auf die Liste und weiß wen man unterbringen muss. Fertig. Schlau gemacht eigentlich. Wir kriegen einen Tisch. Das Essen ist super. Das Timing nicht ganz so. Jede Bestellung kommt einzeln nacheinander. Nicht der ganze Tisch auf einmal. Man merke sich außerdem: Die Portionen und die Anrichtung sind zum Teilen ausgelegt. Man bestelle sich für 4 Personen einfach drei Gerichte. Es werden automatisch würden jeden Essteller aufgetragen.

Das reicht für den nächsten Tag Sydney.

cheers.
Sebastian

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