„il dolce far niente“ das Süße Nichtstun. Stimmt nicht ganz. Aber so richtig ausschlafen muss drin sein. Nach späten aufstehen geht es erstmal wieder mit dem Wasser-Bus auf die andere Seite, der Hauptinsel. Wir landen an in San Marco.

San Marco ist eine der größten Bootsstationen. Hier legen auch viele der kleinen Gondeln ab, die dich romantisch durch die Innenstadt schippern. Für 80€ gibt es eine Gondel für eine halbe Stunde. Für 100€ singt der Gondoliere dabei auch noch. Ich habe aber keinen singen hören. Also keine Ahnung ob man dafür bezahlen sollte oder doch Schmerzensgeld verlangen muss.

Wir besuchen das Guggenheim Museum, genauer die Peggy Guggenheim Collection. Seit 1980 wird hier moderne Kunst ausgestellt. Es gibt hier ein paar Werke der richtig Großen. Pablo Picasso, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian oder auch Jackson Pollock. Mit einem Garten direkt am Canale Grande eine tolle Ausstellung. Man durfte sogar fotografieren.

Unsere Kultur-Tour geht weiter. Wir werfen einen Blick in die Scuola Grande di San Rocco. Dieses Gebäude einer alten Bruderschaft ist bekannt für seine vielen und großen Wandgemälde. Tatsächlich sind die riesigen Wandgemälde und ebenso die noch größeren Deckenbemalung extrem beeindruckend und einen Blick wert.

Wir sind inzwischen im Universitätsviertel. Auch hier gibt es wieder viele kleine nette Gassen. Touristen finden sich hier immer weniger. Auf jeden Fall nicht in den Strömen wir rund um den Markusplatz. Was sehr gut ist. Stattdessen finden wir hier eine wirklich schöne kleine Eckkneipe. In Venedig ist der Platz bekanntlich stark begrenzt. Viele kleine Lokale haben daher keine Sitzgelegenheiten. Man steht beim Essen. So auch hier. Draußen bildet sich eine kleine Traube an Menschen. Ein Glas Aperol in der Hand ist hier quasi ein Muss. Bei der Menge geht hier mindestens eine Flasche pro Person pro Monat drauf. Und das im Durchschnitt … macht Aperol zu einem gut laufendem Geschäft.

Aber man steht. Die kleine Eckkneipe gibt viel Aperol aus. Und es gibt eine kleine Essensbeilage. Kleine Pappschälchen mit Mini-Paninis – Paninos. Und das alles zusammen für einen unschlagbaren Preis. Ein Bier, eine Fanta und zwei der Paninos kosten uns 4,20€. Vermutlich weniger als nur ein Bier am Markusplatz. Und das ganze in einer viel „echteren“ Atmosphäre. Um uns herum die Gruppe an Studenten, die kleine Gruppe an Rentnern ( hier gerne auch mit einem Glas Rotwein, anstelle des Aperol ). Einfach der venezianische Jedermann.

Was wir heute leider nicht wiedergefunden haben war die Ausstellung zu „Leonardo Davincis Maschinen“ die wir gestern im Vorbeilaufen gesehen haben. Das würde ich mir gerne noch ansehen.

Und ich wundere mich immer noch darüber, wie die hier alles transportieren. Inzwischen achte ich mehr drauf und sehe immer mehr Handkarren. Die meisten sind aber wenigstens so advanced, dass sie zusätzliche Rollen haben um auch Treppen überwinden zu können. Mühsam ist es trotzdem alles auf diese Weise zu transportieren.

cheers.
Sebastian

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