Tag eins. Das schöne wenn man nur innerhalb Zentraleuropas fliegt, man ist schnell da und es entfällt nicht ein ganzer Tag für die Anreise. Wir kommen fast pünktlich an. Beim Abflug hat leider der Abflughafen erst verzögert den Abflug freigegeben. Und bei der Ankunft stehen wir gute zehn Minuten auf dem Rollfeld, ohne, dass man sich um uns kümmert bis endlich ein Bus kommt. Also eigentlich ziemlich unspektakulär und normal.

Etwas weniger normal ist dann die Weiterreise vom Flughafen. Überall sonst steigst du hier in das Taxi, die Bahn oder einen Bus. Hier steigst du direkt in das Boot ein. Ein paar Gehminuten durch den Flughafen und du landest am Bootsanleger der zum Flughafen gehört. Mit dem Boot fährst du dann direkt neben der Start- und Landebahn vorbei. Gute eine Stunde später gelangen wir so mit unserem Wasserbus an nach Giudecca. Das ist die größere Insel südlich der Hauptinsel von Venedig. Hier haben wir und einquartiert.

Venedig besteht aus 8 Inseln. Vermutlich werden wir uns aber nur auf der Hauptinsel und eben Giudecca bewegen. Aber wir werden uns überraschen lassen.

An der Fährstation werden wir bereits von unserer sehr engagierten Gastgeberin Nicole erwartet. Wir gehen noch knappe 10 Minuten zu Fuß bis wir bei der eigentlichen Wohnungen ankommen. Schon auf dem Weg bekommen wir Tipps zu den besten Supermärkten und guten Cafes und Restaurants.

Unsere Wohnung ist großartig. Richtig viel Platz. Sehr ruhig gelegen. Einen großen Balkon und mit Geschirrspühlmaschine! Und noch besser: Der Kühlschrank ist schon befüllt. Nicole hat uns schon Wasser, Milch, Joghurt, Saft und Kekse bereitgestellt. Wenn das nicht mal ein herzliches Willkommen ist.

Ich hatte immer gedacht oder meine auch gehört zu haben, dass Venedig unangenehm riecht. Das kann ich allerdings keineswegs bestätigen. Ganz im Gegenteil. Es riecht nach frischem Meer. Kommt wohl von dem ganzen Meerwasser um einen herum. Das Wasser sieht sehr sauber aus. Es schwimmt kein Müll umher.

Wir machen am späten Nachmittag noch eine kleine Runde über „unsere“ Insel und fahren heute nicht noch einmal rüber auf die Hauptinsel. Aber auch hier gibt es einiges zu sehen. Die Insel ist zum einen angenehm ruhig. Es sind nicht die Mengen an Leuten unterwegs, die ich die nächsten Tage auf der Hauptinsel erwarte. Vermutlich sind es auch überwiegend nur die einheimische. Und eben die Touristen die hier eine AirBnb Wohnung haben.

Aber auch hier finden sich nette Cafes und nette Restaurants. Natürlich vor allem an der Wasserseite hin zur Hauptinsel. Schön sind aber vor allem die Seitengassen. Weg von dem Tourismus. Dort wo noch die Einheimischen leben.

Wenn du durch die kleinen Strassen wanderst wird dir immer mehr bewusst: Die machen hier wirklich alles per Boot. Spätestens alle 100 Meter hast du hier einen kleinen Graben, eine kleine Gracht oder wie auch immer hier die kleinen Wasserstraßen korrekt heißen. Du bist nie wirklich weit vom Wasser entfernt. Aber es gibt dann eben doch noch ein paar Fußwege zwischen den Häusern. Viel Platz ist nicht.

Selbst Fahrräder sind hier verboten. Man muss also alles zu Fuß machen. Wenn man nicht fit ist, wird es tatsächlich schwierig. Denn man kommt zwangsläufig an einen Punkt an dem man über eine Brücke muss oder in ein Schiff. Und Rollstuhlrampen gibt es hier nicht. Alles geht nur per Treppe.

Zum Abendessen gibt es eine kleines Cafe auf dieser Insel. Und natürlich muss man mit einem kleinen Hunger dann hier auch eine Pizza ausprobieren. Die ist gut, aber doch schlagbar. Kulinarisch gibt es aber sicher die nächsten Tage deutlich mehr zu entdecken.

cheers,
Sebastian

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