Hallo und Humppa nach Deutschland,

Gefahren heute: 167km
Gefahren gesamt: 2060km

Heute kommt endlich der Teil auf den wir alle gewartet haben. Also zumindest ich sehr. Mein kleines persönliches Highlight, für das extra nochmal ein neues Tele-Objektiv her musste. Wir besuchen endlich den Addo Elephant Park. Ein National Park. D.h. hier Leben nur Arten die hier auch natürlich vorkommen würden. Das schließt z.B. Giraffen aus.

Erstmals aber Frühstück bei uns im Appartment. Wieder mit schönem Ausblick in die Natur. Wirklich herrlich. Dann gehts mit dem Auto zum Park. Das sind vielleicht 15 Minuten Fahrt von hier aus.

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Distance: 0km

Wir zahlen mit drei Personen knappe 75 EUR für den Tag. Wir können uns dann mit dem eigenen PKW den Tag lang auf den befestigten Straßen bewegen. Wir bekommen eine Karte mit dem Straßen und ein paar Stationen innerhalb des Parks.

Das Aussteigen aus dem Auto ist grundsätzlich verboten. Es gibt aber ein paar gekennzeichnete Aussichtspunkte an denen man das Auto auf eigene Gefahr verlassen darf. In der Mitte gibt es auch ein gesichertes Camp mit einer Toilette. Das Areal ist umzäunt. Hier kommen keine Tiere hinein.

Dann gehts aber wirklich los. Die ersten Kilometer sind eher Buschland. Die Vegetation ist vielleicht 2-3 Meter hoch, trocken und dornig. Man fährt noch sehr langsam und versucht extra eifrig in den Büschen etwas zu finden. Aber fündig werden wir erst am ersten Wasserloch. Unser erster einsamer Elefant der gerade vom Trinken kommt.

Hinter der Buschlandschaft kommt dann ein sehr großes offenes Stück. In der der Mitte liegen größere Wasserstellen. Und hier drängeln sich heute die Elefanten. Um verschiedene Wasserlöcher stehen dort bereits verschiedene Herden. Es sind bestimmt über 50 erwachsene Tiere. Wir stellen uns eine ganze Weile dort hin. Auch jeden Menge andere private PKW und geführte Touren stehen hier und genießen das Schauspiel. Über die Zeit kommen und gehen immer mal wieder kleine Familiengruppen. Dazwischen laufen Zebras und jede Menge Warzenschweine. Ach ist das herrlich. Ich könnte hier den ganzen Tag stehen und die majestätischen Tiere beobachten.

Und so fahren wir den Tag durch den Park und genießen die Tierwelt. Es macht so viel Spaß so etwas selber zu fahren und auf eigene Faust zu entdecken mit der nötigen Zeit. Sicher wird man auch einige Tiere verpassen, weil man nicht gewöhnt ist danach Ausschau zu halten. Aber unsere Ausbeute ist schon ganz gut.

Über den Vormittag werden dann auch die Elefanten schon fast ein wenig langweilig. Das Springbock-Phänomen aus Namibia. Wenn man zu viel von den Tieren sieht, dann wird des auch langweilig. Aber es gibt noch genügend andere Arten zu entdecken.

Irgendwann halten wir an einem Wasserloch mit einem Wasserbüffel. Vor uns steht eine geführte Tour. Ich hänge mit dem Teleobjektiv aus dem Fenster, als der Wagen an uns vorbeifährt und kurz hält. Wir müssten die nächste Straße den Berg rauf und dann links. Da wäre gerade ein Löwe gesichtet worden. Wir düsen also los. Und tatsächlich sehen wir dann schon die anderen Wagen dort stehen. Die müssen so eine Ranger-WhatsApp Gruppe haben, wo gerade welche der ausgefallenen Tiere gesichtet wurde. Und dort liegt dann im Schatten auch eine große Löwin und wir bekommen noch ein paar gute Bilder. Irgendwann wird ihr das aber auch zu viel. Sie steht auf und reist durch die Büsche ab.

Gute 120km Strecke machen wir heute auf den Routen durch den Park. Hatte ich schon erwähnt wie großartig ich das finde? Ich glaube ich steige aus und mach hier Vollzeit den Ranger.

Am Abend muss ich mich leider wieder von den Tieren trennen. Für heute. Wir essen bei uns und ich freu mich sehr auf Morgen. Dann will ich extra früh aufstehen um direkt nach der Parköffnung einzufahren und die Tiere noch auf ihren ersten Wegen zu den Wasserlöchern zu erwischen. Also heute rechtzeitig zu Bett.

Viel Spaß mit den Bildern von heute und gute Nacht.

cheers.
Sebastian

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