Hallo und Humppa nach Deutschland,
Gefahren heute: 438km
Gefahren gesamt: 3125km
Heute gibt es mal wieder Frühstück im Hotel. Und ein gut sortiertes. Das macht ehrlicherweise auch immer ein bisschen Spaß, wenn man sich an den gedeckten Tisch setzen kann, bzw. sich am Buffett bedient.
Heute finden wir dann doch noch ein paar mehr Strauße auf dem Gelände. Die Nachwuchsabteilung. Ganz viele kleine Baby-Strauße die nur ein paar Wochen oder Monate alt sein können.
Und dann geht es für uns auch weiter. Auf unsere letzte richtige Etappe. Wir fahren nach Stellenbosch. Der Ort ist sonst sehr für seine Weine bekannt. Und so setzen wir unsere Reise durch das Hinterland und die Berge fort.
Nach heute bekomme ich noch mehr Lust hier einmal mit dem Motorrad lang zu fahren. Auch heute haben wir wieder vermehrt Zweiräder gesehen die hier durch die Berge Touren. Wieder eine tolle Strecke und schöne Aussichten.
Die kleinen Bergpässe und rotbrauner Sand erinnert ein bisschen an unsere USA Tour durch Utah. Geologisch eigentlich kein Stück verwandt, aber es erinnert mich ein wenig daran. Das ist hier soviel mehr Afrika als bisher. Richtig toll. Sehr schade, dass wir nicht mehr Zeit für das Hinterland eingeplant haben. So tolle Farben. So tolle Landschaften.
Immer wieder kommen wir durch nette kleine Kolonial-Stil-Städtchen. Leider fahren wir nur durch. In Barraydale hätte ich gerne noch etwas mehr Zeitverbracht. Die Hauptstraße mit ihren kleinen schönen Läden sah so süß und einladend aus. Bunte Häusschen. Kleine Cafés. Wirklich nett.
Dann kommen wir durch Franschhoek. Eine kleine Stadt aus dem Designer-Katalog. Wow sieht das hier alles schick und aufgeräumt aus. Die ganze Stadt ist nur schön angelegt. Immer wieder große Gutsherrenanwesen. Wirklich extravagante Hotels. Hier will man bestimmt nochmal absteigen. Das nötige Taschengeld einmal vorausgesetzt.
In Stellenbosch haben wir ein kleines Appartmentzimmer. Das Haus gehört zu einem Hotel in dem wir den Schlüssel abholen. Zwei nette kleine Zimmer im Stadtzentrum.
Irgendwann war das mal ein großzügiges Wohnhaus. Dann wurde es umgebaut, nun gibt es hier 4 kleine Appartmentzimmer. Es gibt sogar einen Wachmann nur für dieses Haus. Der gute Mann stellt sich bei uns extra noch vor, als wir gerade auf dem Weg in die Stadt sind. Sicher für ein besseres Trinkgeld. Aber natürlich ist es auch gut zu wissen, wer da am Abend vor deinem Fenster herumschleicht.
Stellenbosch selber ist auch ein wirklich schönes Städtchen. Alles sauber, weiß. Damit meine ich vor allem auch die Häuser. Aber am Ende sind es auch wieder die Menschen. Alles ist hübsch, gepflegt und sieht toll aus. Dann gibt es die Kunstgalerie in der heute Empfang ist und weiße Menschen mit Champagnerglas in der Hand stehen vor der Tür. Du möchtest dich hier in jedem zweiten Laden hineinsetzen, weil es so schön und nett aussieht, auch wenn zumindest von außen Franschhoek noch eines drauf legt.
Es sieht alles so sehr nicht nach Afrika aus.
Wir entscheiden uns für ein Abendessen im „De Warenmarkt“. Tolle Karte. Tolle Atmosphäre. Sehr leckeres Essen. Dann geht es aber auch wieder zurück in unser Appartment. Früh zu Bett. Morgen müssen wir wieder sehr früh aufstehen.
Eigentlich sollte unser Flieger schon um 7 Uhr abfliegen. Da haben wir aber bereits gestern die Info bekommen, dass der Flug auf 9:30 Uhr verschoben wurde. Das ist natürlich gut fürs Aufstehen. Wird aber vermutlich auch bedeuten, dass wir unseren Anschluss in Paris verpassen werden. Das erfahren wir dann wohl erst Morgen am Flughafen.
Mit der Stunde die wir von hier noch zum Flughafen brauchen werden und der rechtzeitigen Abgabe des Autos, werden wir hier dann trotzdem um 5 Uhr abfahrbereit sein müssen. Also: Gute Nacht und schon mal auf Wiedersehen Südafrika.
cheers.
Sebastian


