In der ersten Stunden nach dem Start herrschte noch ganz klar die Spannung über dieses außergewöhnliche Projekt vor. Dann stellte sich aber doch langsam eine Ernüchterung ein. Irgendwann führt das lange Geradeausfahren dann doch eher zu einer flachen Spannungskurve.

Nach 2 Stunden meldet sich dann der Allerwerteste und Namensgeber der Tour. Man fängt schon ein wenig an von Links nach Rechts und von Vorn nach weiter Hinten auf dem Sattel zu rutschen um das Sitzen etwas angenehmer zu gestalten.

Stunde 6: Alle Nerven im Hintern sind inzwischen platt gesessen und/oder tot. Das Schlimmste scheint vorüber.

Da wir in jedem Bundesland tanken müssen um die Tour auch entsprechend korrekt dokumentieren zu können sind die einzelnen Teilabschnitte nie zu lang. Spätestens alle 150km ist ein Tankstopp Pflicht – auch an dem geringen Tankvolumen einiger Teilnehmer geschuldet. Jeder Tankstopp lockert ja aber auch die Stimmung.

Bei 22 Stunden Fahrzeit haben wir uns aber in der Tat auch gut Zeit gelassen, bedenkt man, dass man bei den schwierigeren Stufen auch für 2500km nur 24 Stunden Zeit hätte. Aber schließlich geht es hier nicht um wildes Rasen sondern lange Touren. Durchschnittlich sind wir 120km/h gefahren, selten bis zu 140km/h. So lässt sich auch die lange Strecke angenehm überstehen.

Nach 16 Stunden meldete sich dann aber auch der Nackenbereich. Morgens gegen 4 Uhr überkam einen dann doch die Null-Bock-Phase: „Es ist kalt. Mir tut der Nacken weh. Ich hab keinen Bock mehr.“ – zum Glück war zu dem Zeitpunkt die Route zurück auch die schnellste Route nach Hause. Die letzten 30 Minuten sind dann eh erfüllt von der freudigen Vorstellung sein Ziel gleich erreicht zu haben.

Alle Unterlagen der deutschen IBA sind inzwischen ausgefüllt und werden bald abgeschickt. Dann sind hoffentlich unsere Tankbücher qualifiziert geführt und nach den Standards der IBA korrekt. Dann dürfen wir uns bald mit dem offiziellen Aufkleber/-näher schmücken :)

Und auch in die lokale Presse haben wir es mit unser kleinen Tour geschafft – Sommerloch sei Dank ;)

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3 thoughts on “ Iron Butt – Der Hintern danach … ”

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