In dem hier vorliegenden Fall sollten es passende Worte oder Basteleien zu einer Silberhochzeit sein. Aber was tun wenn einen die Schreibblocke überfällt ?

Ich für meinen Teil habe den Satz „Seine Gedanken zu Papier bringen“ einmal ganz wörtlich genommen. Vereinfacht besteht die Aufgabe aus zwei Teilen:

  1. Einen passenden Gedanken erfassen
  2. Das erfasste auf das analoge Medium Papier bannen.

Teilaufgabe 1: Gedanken erfassen
Für diese Aufgabe gibt es inzwischen auch kleine Geräte für den „Hausgebrauch“. Eines davon liegt schon seit längerem bei mir in der „Spielzeugkiste“. Das sog. Neurosky MindWave ist eine kleines Headset-artiges Gerät das sich über Bluetooth mit dem Computer koppel lässt. Die Daten können dann über verschiedene Programmierschnittstellen aufgenommen und weiter verarbeitet werden. Zurückgegeben werden hier die verschiedenen Gehirnwellen: Alpha- (Entspannung), Beta- (Wachbewusstsein), Gamma- (Spitzenleistung), Delta- (Tiefschlaf) und Theta-Wellen (Kreativität).

Nachdem das programmiert ist und die eigentliche Aufnahme passieren kann, heißt es dann: An das richtige denken und den Aufnahmeknopf drücken.

Während der Testphase hatte ich das Headset für mehrere Stunden auf. Wer also an meinem Persönlichkeitsprofil interessiert ist oder dem Inhalt des Films „Schräger als Fiktion“ – hier der Mitschnitt:

Für die eigentliche Aufgabe reichten aber die Gedanken von ca. 25 Sekunden. Und diese sehen so aus:

Nun waren die Gedanken also in einer Datenbank gespeichert und warteten auf Weiterverarbeitung.

Teilaufgabe 2: Das Erfasste zu Papier bringen

Die Gedankendaten lagen nun in einer Datenbank vor. Im ersten Schritt wurden die Daten wie oben bereits gezeigt visualisiert. Diese Grafiken entsprechend skaliert lassen sich dann auch sehr einfach ausdrucken.

Die Kurven wurden einzeln pro Wellentyp ausgedruckt und anschließend der Kurve nach zugeschnitten. Übrig bleibt damit eine Schablone einer einzelnen Gehirnwelle.

Das Papier wurde nun erst mit einer Farbe grundiert. Dabei wurde einfach Acrylfarbe mit einem Spachtel dick über das Papier verstrichen. Das ergibt am Ende auch einen schönen habtischen Effekt. Die weiteren Gehirnwellen werden nun in gleicher Weise, aber mit Schablone in Schichten übereinander aufgetragen. Leider sind die Papierschablonen nicht so gut wie gedacht und die Qualität weit weniger anspruchsvoll als erhofft. Ich hoffe trotzdem das der gute Gedanke dahinter ankommt.

cheers.
Sebastian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.