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	<title>blog . sebastian martens &#187; Bike</title>
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		<title>Europa Tour 2011 &#8211; &quot;Einmal um die Ostsee&quot;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 10:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian.Martens</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Baltic Sea]]></category>
		<category><![CDATA[Bike]]></category>
		<category><![CDATA[Führerbunker]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfsschanze]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo Freunde der leichten Unterhaltung. Seien Sie auch in diesem Jahr live dabei! Dieses mal: Einmal um die Ostsee. Deutschland &#8211; Polen &#8211; Lithauen &#8211; Letland &#8211; Estland &#8211; Finland &#8211; Norwegen &#8211; Schweden &#8211; Dänemark &#8211; Deutschland. Drücken Sie uns die Daumen. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie weiter unten: Einen Zugang zum Internet vorausgesetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Freunde der leichten Unterhaltung.</p>
<p>Seien Sie auch in diesem Jahr live dabei! Dieses mal: Einmal um die Ostsee. Deutschland &#8211; Polen &#8211; Lithauen &#8211; Letland &#8211; Estland &#8211; Finland &#8211; Norwegen &#8211; Schweden &#8211; Dänemark &#8211; Deutschland. Drücken Sie uns die Daumen. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie weiter unten:</p>
<p><span id="more-642"></span></p>
<p><iframe src="/eu2011map/slideshow/deploy/" frameborder="0" width="455px" height="415px"></iframe></p>
<p>Einen Zugang zum Internet vorausgesetzt und das die Stromversorgung am Bike standgehalten und das Mobiltelefon alias GPS Tracker am Laufen gehalten hat, sollte auf der folgenden Karte eine halbwegs aktuelle und genau Strecke eingezeichnet sein:</p>
<p><iframe src="http://blog.sebastian-martens.de/eu2011map/webcontent/" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="455" height="500"></iframe></p>
<hr />
<h2>Hier passiert die Berichterstattung</h2>
<p><strong>13. Juli 2011 &#8211; Boys are back in town</strong></p>
<p>Standort: Eddelak, Dithmarschen, Deutschland<br />
Tages KM: 719km<br />
Gesamtkilometer: 7336km</p>
<p>Es ist vollbracht. Wir sind wieder sicher und in einem Stück in Deutschland angekommen. Eine ganze Woche früher als erwartet, aber eigentlich haben wir nich das Gefühl irgend etwas verpasst zu haben. Der letzte Tag war dann auch nur noch runterbrettern von Schweden. Das Wetter war eh nur Mist. Seit der zweiten Stunde in Schweden eigentlich nur noch Sturm und Regen bis an die deutsche Grenze, dann nur noch starker Wind.</p>
<p>Auch dieses Mal hat es leider nicht funktioniert die Maut-Kontrolleur mit dem falschen Geld abzuspeisen. Der dänische Mann hat es gemerkt, dass es schwedische Kronen waren, die ich ihm versucht habe anzudrehen. Man kommt mit den ganzen verschiedenen Münzen aber auch schnell durcheinander.</p>
<p>Wenn man dann wieder über die Kreisgrenze nach Dithmarschen fährt ist das schon ein großes Stück Heimat :)</p>
<p>In der Slideshow sind nun ein paar ausgewählte Bilder in beliebiger Reihenfolge enthalten ( Die Slideshow kann man auch auf Vollbild stellen ). Noch mehr Bilder gibt es dann noch auf der passenden <a  href="http://blog.sebastian-martens.de/2011/07/bilder-europa-tour-2011-einmal-um-die-ostsee/">Bildergalerieseite: Europa Tour 2011</a>.</p>
<p>cheers und bis zum nächsten Jahr ( USA 2012 &#8211; Westküste &#8211; Fuck Yeah )<br />
Sebastian</p>
<p><strong>12. Juli 2011 &#8211; 19:34h; Elch gesichtet</strong></p>
<p>Standort: Värnamo, Schweden<br />
Tages KM: 979km<br />
Gesamtkilometer: 6617km</p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland,</p>
<p>der letzte Stopp auf dieser Reise ist erreicht. Landschaftlich sieht es schon so aus als könne es Deutschland sein, natürlich noch nicht zu vergleichen mit den Flachlandebenen Dithmarschens, aber auf jeden Fall schon mal wieder wie Zivilisation. Inzwischen haben die hier sogar wieder Mc Donalds. Der Süden des Landes ist eindeutig viel stärker belebt.</p>
<p>Die kleinen Städte und die Landschaft von Schweden ist immer noch toll, aber ich bleibe final dabei: Norwegen ist das tollste Land der Reise. Vor allem weil man heute schon sehr gemerkt hat, dass Schweden uns loswerden will. Den halben Tag hat es geregnet, was kein angenehmes Fahren ist, und es gab sogar Hagel, was noch weniger Spaß macht. Damit haben wir dann auch so ziemlich das komplette Wetter einmal auf der Tour durch ( ein wenig Schnee lag schließlich auf dem Nordkap noch rum &#8211; das zählt ).</p>
<p>Ein klassisch schwedisches Hobby scheint das Restaurieren von alten Autos zu sein. Ich habe noch nie so viele gut erhaltene Oldtimer fahren, und auch häufig parkend gesehen wie hier.</p>
<p>Mein Highlight des Tages war aber natürlich die Sichtung meines ersten freilebenden Elches &#8211; Elchin, um genau zu sein. Leider habe ich die gute Dame nur von der Autobahn aus gesehen, neben der sie am Grasen war. Deswegen war auch leider kein Foto mehr drin. Aber ich habe wenigstens einen Elch gesehen &#8211; Fuck Yeah.</p>
<p>Auf der Suche nach einem Campingplatz waren wir zuerst einer anderen Beschildung gefolgt. Nachdem links und rechts der Straße Hinweisschilder mit sowas wie &#8220;Militärisches Sperrgebiet&#8221; standen, obwohl die Infotafel an dieser Stelle noch einen Campingplatz auswies, fanden wir etwas später noch eine Art Herrberge. Was genau das sein sollte konnten wir nicht entziffern aufgrund mangelnder Schedischkenntnisse. Während Lars auf dem Weg zu der Rezeption war, habe ich Sven kennengelernt. Sven sagte mir, dass die Rezeption leider schon um 6 zu macht und sonst habe er auch noch keinen auf dem Gelände gefunden. Aber bei dem Gebäude dort sei die Tür offen gewesen und die Räume wären alle leer. Man müsse eben nur sein eigenes Bettzeug mitbringen. Während wir den nächsten Platz suchten, wuchtete Sven gerade sein Bettzeug zu seiner Frau in das Haus durch das offene Fenster &#8230;</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>11. Juli 2011 &#8211; Bäume, Bäume, Bäume</strong></p>
<p>Standort: Lit, Schweden<br />
Tages KM: 651km<br />
Gesamtkilometer: 5636km</p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland,</p>
<p>Norwegen liegt in meinem persönlichen Ranking immer noch vorne. Auf der Karte ist schwer zu erkennen wir gut eine Straße ausgebaut ist. Autobahnen oder Hauptverkehrsstraße die in Deutschland mindestens vierspurig wären können hier völlig vereinsamte ( aber zumindest nicht kaputte ) Straßen sein. Deswegen muss man die Straße einfach mal antesten und ggf. eine andere Straße nehmen. Deswegen ist unser Kurs in Schweden noch ein wenig Zick-Zack förmig. Dafür haben wir aber auch schon viele Bereiche gesehen. Vom kleinen schwedischen Dorf mit den bekannten roten Häusern bei denen am Ortseingang eigentlich nur das Ortsschild &#8220;Bullerbü&#8221; fehlte, über mittelgroße Städte ( obwohl das auch erst zum Süden hin zunimmt, im Norden will keiner wohnen ), bis hin zu Wald der den halben Tag gar nicht mehr aufhören will.</p>
<p>Also von Wald ist langsam wirklich genug. Leider haben wir immer noch keinen Elch gesehen. So langsam gebe ich die Hoffnung auf. Heute haben wir aber auch keine Rentiere mehr gesehen, das wird jetzt wohl auch vorbei sein.</p>
<p>Schweden ist aber immer noch schön anzusehen. Die kleinen süßen Städchen oder meist mehr Dörfer mit den tollen Häusern. Und zwischendurch immer mal wieder ein Fluss oder See &#8211; und was sehr sympathisch macht, kaum noch Mücken !</p>
<p>So langsam meldet sich der Allerwerteste wieder zu Wort. Während man nach drei Tagen gut eingefahren war, ist man jetzt fast wieder froh vom Bock runter zu sein. Durchschnittlich starten wir morgens um 09 &#8211; 09.30h und fahren bis 19.00-20.30h. Dazwischen wird eigentlich nur zum Tanken oder für Fotos gestoppt, also max. 15min.</p>
<p>Die Nacht verbringen wir heute in Lit in einem kleinen Häuschen auf dem Campingplatz.</p>
<p>Vor uns haben wir noch gut 1.800km. Wenn wir morgen gut durchkommen, dann könnten wir bereits übermorgen wieder zu Hause sein ( für die letzten 200km von der dänischen Grenze macht man keinen Stopp mehr ).</p>
<p>Heute habe ich wieder gekocht. Es gab Pizza. Warum bezahlt hier selbst die Mofa-Gang von 14 Jahren mit Kreditkarte die Pizza? Aber als deutscher Motorradfahrer scheint man doch noch respektvoll auszusehen. Selbst der mutmaßliche Dorfalkoholiker, der mit einem halbvollen Bierglas und zwei weiteren Flaschen im Laden auf und ab lief, traute sich nicht mich anzusprechen. Sprachbarriere können es in dem Zustand eigentlich nicht mehr sein. Stattdessen wurde erste die Mofa-Gang, später andere Gäste belästigt ( mit Kreditkarte bezahlen durfte der nette Mann übrigens nicht mehr ).</p>
<p>Lars geht jetzt noch ein wenig Spazieren ( man wird alt ).</p>
<p>Bilder sind schon ca. 3000 gemacht, die werden ( in Auszügen ) nach der Rückkehr dann an dieser Stelle veröffentlicht.</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>10. Juli 2011 &#8211; Es kann wieder dunkel werden</strong></p>
<p>Standort: Nordschweden, Ostseeseite<br />
Tages KM: 734km<br />
Gesamtkilometer: 4985km</p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland,</p>
<p>Norwegen bleibt immer noch das tollste Land. Auch die letzten Kilometer die wir heute morgen noch duch Norwegen gefahren sind waren wunderbar. Bevor wir auf schwedischem Grund und Boden ankamen, fuhren wir noch ein wenig durchs Landesinnere von Norwegen. Die vielen kleinen Seen zwischen den Felsebenen mit den kleinen Hütten drauf sehen wirklich klasse aus.</p>
<p>Unterwegs sieht man immer noch sehr sehr viele Wohnmobile die irgendwo für eine Nacht auf einem Parkplatz neben der Straße stehen und dann weiterziehen. Dementsprechend kommen einem unterwegs auch ständig diese Camper entgegen.</p>
<p>Zwischendurch wurden wir aber auch von der Tschechischen Mafia verfolgt. Bereits gestern hatten wir eine Gruppe von drei tschechischen Motorradfahrern, die uns das erste mal auf der Straße trotz Kurven sehr zügig überholten. Wenig später fuhren wir an der Gruppe vorbei, als diese Fotos machten. Dieses Spielchen wiederholte sich dann über den Tag verteilt ca. 3-4 mal. Wir waren heute morgen schon eine Stunde unterwegs als uns diese Gruppe wieder auf einer Tankstelle begegnete.</p>
<p>Während die ersten Kilometer in Schweden noch ebenso toll aussehen wie Norwegen, wenn man denn mitbekommt, dass man überhaupt in Schweden ist, denn die Grenze ist sehr klein und hat kein &#8220;Willkommen in Schweden&#8221; Schild, sondern ein &#8220;Willkommen in Lappland&#8221; Schild, wir die Strecke relativ schnell unspannend. Lange gerade Straßen durch den Wald. Inzwischen handelt es sich auch wieder um einen echten Wald mit richtigen Bäumen und Sträuchern. Hier laufen auch noch vereinzelt die letzten Rentiere durch den Wald und über die Straße, aber nun haben wir auch schon seit min 200km keine mehr gesehen.</p>
<p>Nun haben wir auch wieder den Polarkreis überschritten, es bleibt die Sonne nun also nicht mehr die ganze Nacht sichtbar. Wirklich dunkel wird es aber sicher noch nicht werden.</p>
<p>Wir sind eine lange Zeit immer mal wieder neben einem Fluss entlang gefahren. Auf dieser Strecke wurde der Fluss vier mal zu einem kleinen See aufgestaut und als Antrieb für Wasserkraftwerke verwendet. Auf der anderen Seite des Damms war das Flussbett allerdings fast vollständig ausgetrocknet.</p>
<p>Ein paar Tage wird es noch dauern bis wir wieder in Deutschland sind, aber dennoch sind wir deutlich schneller vorangekommen als gedacht. Mit mehr Licht und doch besseren Straßen als gedacht fährt es sich einfach besser.</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>09. Juli 2011 &#8211; Zwei Mann, viel Fjord</strong></p>
<p>Standort: Lyngskroa / Norwegen<br />
Tages KM: 454km<br />
Gesamtkilometer: 4251km</p>
<p>Heute war nicht viel los. Norwegen ist immer noch das tollste Land Welt ( mindestens optisch ). Die Straßen sind super und spannend.</p>
<p>Auf dem Rückweg von unserem Wasserfall Campingplatz mussten wir auch wieder durch die Tunnel ( der längste ca 7km lang ). Weil es inzwischen aber mit 26°C für norwegische Verhältnisse schon sehr warm war, hatten auch die Rentiere keinen Bock mehr bei der Hitze draußen auf der Straße zu stehen. Deswegen haben die einfach mal den Tunnel zugemacht und sich als Herde in den Ausgang des Tunnels gestellt. Sieht man auch nicht häufig.</p>
<p>Ansonsten düsen wir hier die norwegische Küste an den Fjorden entlang und man kommt aus der Bewunderung nicht mehr heraus. Jeder sollte einmal die Tour der letzten zwei Tage von Norden Finlands bis ans Nordkap und zurück an der Küste gemacht habe &#8211; tut euch den Gefallen !</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>08. Juli 2011 &#8211; Nordkap</strong></p>
<p>Standort: 50km südlich vom Nordkap, Wasserfall / Norwegen<br />
Tages KM: 644km<br />
Gesamtkilometer: 3797km</p>
<p>In Finnland geht es immer weiter raus aus dem niedrigen Wald und immer weiter in Richtung Tundra. Die Bäume werden immer kleiner und die Zahl der niedrigen Bodendecker nimmt zu. Es gibt viele kleine Moore, immer noch keinen einzigen Elch, aber dafür regelmäßig Rentiere und das bei einer tollen Strecke, die zunehmend auch kurvig wird.</p>
<p>Auf der Suche nach einem Geldautomaten merken wir dann doch, dasd die Englischkenntnisse auf dem Land ihr Ende finden. Die jüngere Generation spricht überall perfektes Englisch, die ältere Generation allerdings nicht mehr &#8211; liegt wahrscheinlich daran, dass die Serien im Fernsehen hier nicht übersetzt, sondern max. untertitelt werden.</p>
<p>Seit Mittag sind wir in Norwegen angekommen. Jetzt haben wir hier richtig weitläufig nichts. Kleinste Büsche, keine Bäume, aber kurvige und zunehmend hügelige Straßen und kaum noch Seen oder Flüsse.</p>
<p>Die Strecke wird langsam hügeliger und auch der Wald nimmt wieder ein wenig zu. Solange bis man auf mal durch richtige Berglandschaften fährt. Links von dir liegt der lange, spiegelglatte und riesige Bergsee, der sich mit seinem kristallklaren Wasser zwischen den Bergen hindurch schlängelt und rechts von dir, die ewig hohe Steilwand. Die Straße quetscht sich dazwischen und windet sich nach links und rechts. Später folgt die Straße einen Fluss, immer noch zwischen den Steilwänden.</p>
<p>Wenn man anhält um von diesem atemberaubenden Ausblick Bilder zu machen, dann merkt man nur, dass man doch lieber eine Kurve später angehalten wäre, weil es dort noch besser aussieht als zuvor, und gleiche ein Kurve später noch spannender als in den Vorherigen. Eigentlich willst du nur umdrehen um alles nochmal zu sehen.</p>
<p>Irgendwann in Richtung Nordkap hören die Berge wieder auf weil du in Küstennähe kommst. Du fährst später an kleinen alten Fischerdörfern vorbei, draußen hängen die Netze zum Trocknen und es stinkt nach Fisch. Die ganze Zeit über wechselt sich die Landschaft ab, es bleibt immer spannend, wie es wohl hinter der nächsten Kurve aussehen wird und auch die Straßen sind toll in Schuss und fahrerisch spannend. Irgendwann wird auch das Nordkap auf den Schildern ausgewiesen &#8211; noch 160km. Du fährst fast die ganze Zeit direkt an der Küste. Rechts von dir das Meer, links von dir die Steilküste oder Flüsse die dort ins Meer enden. Zwischendurch fährst du immer mal wieder durch einen Tunnel, die alle eiskalt sind. Die Tunnel sind teilweise sehr schlecht gepflastert und sehr schlecht ausgeläuchtet. Es gibt keine Betonwände, sondern nur den rohen Fels in den der Tunnel geschlagen wurde. An vielen Stellen tropft Konden- oder Sickerwasser von den Decken und bildet teilweise kleine Rinnsale in den Tunneln.</p>
<p>Zwischendurch haben wir eine kleine Pause in einer kleinen Bucht gemacht. Es gab hier einen Wasserfall ein wenig ins Landesinnere hinein, der eine kleine Flusslandschaft bildete, die ins Meer mündete. Nichtsahnend ist dieser Ort natürlich schon verseucht von deutschen Touristen. Überhaupt ist die Zahl der deutschen PKW und Wohnmobilde in Richtung Nordkap deutlich in die Höhe geschossen. Auch die Zahl der Motorradfahrer ist beachtlich. Keine so neue Idee mit dem Mopped da hin zu fahren.</p>
<p>Nachdem man nun bereits seit 45km auf einer Strecke fährt, die eigentlich nur zum Nordkap führt und zu kaum etwas Anderen, kommt man zu einer Mautstation. 70Kronen (12Eur) für ein Mopped ( später für die Rückrichtung nochmal ).</p>
<p>Kaum hat man dann das Nordkap erreicht &#8211; wieder Geld bezahlen: 35Eur, wenn Sie das Nordkap Gelände betreten wollen. Die Leistungen: Wir haben ein Souvenier-Shop, und eine Bar (nichts inklusive), wir haben einen kleinen Zaun aufgestellt damit Sie nicht herunterfallen ( um die am meisten besuchten Stellen, aber nicht überall ). Wir haben ein Museum zum Besuch irgendeines thaländischen Präsidenten mit 3 Exponaten und wir haben ein 3D Film vorbereitet, das kostet aber extra &#8211; Kapitalistenschweine &#8211; ja wir habens bezahlt.</p>
<p>Man fährt auf den Parkplatz &#8211; und überall Deutsche.</p>
<p>Einmal um das Gelände, die klassischen Touri-Bilder machen. Alle inklusivleistungen mitnehmen ( Parken, Zaun anfassen, durch den Shop gehen und die Toilette benutzen! ). Natürlich haben wir dann noch Postkarten vom Nordkap verschickt ( Karte + Marke ca. 3Eur ). Das ist nämlich das nördlichste Postamt Europas (oder sogar der Welt?) und man bekommt einen tollen Stempel auf seine Briefmarke &#8211; also liebe Empfänger &#8211; schön aufbewahren.</p>
<p>Wir hatten klares Wetter, kein Regen und es kam zum Schluss sogar noch richtig die Sonne raus und wir hatten strahlend blauen Himmel. Das haben sich dann auch die Rentiere zu Nutze gemacht, die dann auf einmal überall herauskamen und das ganze Hochland in Beschlag nahmen und wieder überall auf der Straße standen.</p>
<p>Dann ging es wieder zurück. Und kamen nun schon jede Menge Busse entgegen die die Touristen auf die Station brachten um die Mitternachtssonne zu sehen. Also eigentlich nichts besonderes, weil hier oben ja nun mal die Sonne für längere Zeit nicht untergeht, aber wenn man eben um Mitternacht sich die Sonne vom Nordkap aus ansieht und noch Geld für eine Schnaps da lässt, dann unterstützt man das thailändische Museum, das dann vielleicht ein vierstes Exponat bekommt.</p>
<p>Auf dem Rückweg haben wir dann an einem Hotel angehalten um dort zu nächtigen. Peter ( ein deutscher Tourist, deswegen Peter ) meinte, dass es sich dabei um Teile des ehemaligen Olympiadorfs aus Limmehammer handele, das man hier wieder aufgebaut hatte. Wie auch immer, die wollten 265Eur die Nacht, das wollten wir nicht. Deswegen haben wir an dem bereits vorhin erwähnten Wasserfall unser Zelt aufgeschlagen.</p>
<p>Duschen unter einem Wasserfall &#8211; wo bekommt man das schon geboten.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>07. Juli 2011 &#8211; Rentiere</strong></p>
<p>Standort: am Fluss irgendwo links, mitte-oben / Finnland<br />
Tages KM: 718km<br />
Gesamtkilometer: 3153km</p>
<p>Hallo und Hummpa nach Deutschland!</p>
<p>irgendwie war heute nicht sooo viel los. Finnland ist sehr schön und hat bisher die mit Abstand besten Straßen. Aber leider sind auch die Nebenstraßen auf unserer Route immer noch sehr gerade und nicht sehr spannend. Daher haben wir uns entschieden die Europastraße zu benutzen und dann ggf. an anderer Stelle Zeit zu lassen. Daher haben wir heute sogar 718km geschafft.</p>
<p>Auch wenn wir schon fast durch Finnland durch sind haben wir noch nicht einen Elch gesehen &#8211; so eine Unverschämtheit am Kunden. Seit dem Polarkreis, den wir vor gut zwei Stunden überquerten, haben wir statt der Elche aber Rentiere ( war das eigentlich das Gleiche wie ein &#8220;Karibu&#8221; ? ). Die laufen hier tatsächlich alle paar Kilometer in kleinen Gruppen oder einzeln über die Straßen und stören sich so gar nicht am Autoverkehr, sondern gucken dich noch doof an, wie es dir einfallen könne, ihn vom Flanieren über die Straße abzuhalten. Und gleich hinter der nächten Kurve wartet die nächste Gruppe. Hinweisschlider für die Zeitgenossen gibt es übrigens keine ( bzw nur ein einziges bis jetzt ), während es für die Elche, von denen wir wie gesagt nicht einen gesehen haben, bis vor den Polarkreis jeden Kilometer sicher ein Hinweisschild gab.</p>
<p>Jetzt sind wir einer einer doppelgeschössigen Blockhütte direkt neben einem Fluss. Die Hütte mit Sauna, Küche und Ofen kommt uns bei dem Regen gerade recht, die Klamotten wieder ein wenig zu trocknen. Die letzte Stunden waren wir nämlich wieder unter Wasser gefahren, während der Rest des Tages nur tolles Wetter für uns bereit gehalten hat. Aber seit dem Polarkreis ist alles anders.</p>
<p>Hier direkt am Fluss wissen wir auch endlich was die ganze Sache mit den Mücken und Finnland soll. Hier gibt es dermaßen viele und aggressive Mücken, dass wir in kürzester Zeit komplett zerstochen wurden. Selbst Fotos werden nur in den schweren Motorradklamotten gemacht und mit übergezogener Kapuze um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten &#8211; dann stechen die einfach ins Gesucht. Fenster werden nicht geöffnet und auch die Tür wir nur zu zweit bedient, um das Risiko eindringender Mücken so gering wie möglich zu halten.</p>
<p>Landschaftlich sieht es inzwischen aber schon anders aus. Zwischen den Bäumen, die kaum mehr als 10 bis vielleicht 15m hoch wachsen, stehen nun kaum noch kleine Büsche. Der Boden ist bedeckt von Moosen und sowas wie Heidekraut. Laubbäume werden auch immer weniger. Im wesentlichen noch Birken. Das ist schon fast Tundra hier.</p>
<p>Ziel für morgen: Nordkap !!</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>06. Juli 2011 &#8211; Sven-Murat</strong></p>
<p>Standort: Osoite / Finnland<br />
Tages KM: 512km<br />
Gesamtkilometer: 2435km</p>
<p>Hallo und Hummpa nach Deutschland!</p>
<p>Heute morgen war Lars so gnädig und ließ mich ausschlafen. Blöderweise stand das Zelt in der Sonne und es wurde so warm in dem Teil, dass ich freiwillig aufgestanden bin ( und das ist schon mal eine Zeile wert ).</p>
<p>Während meines Zusammenpackens ( Lars war unterwegs und hat Fotos gemacht, während ich am ausschlafen war ), habe ich Steve kennen gelernt ( den finnischen Namen von Steve konnte ich mir wirklich nicht merken; da waren Buchstaben in dem Namen, die habe ich noch nie gehör ) &#8211; obwohl eigentlich müssten wir Steve in den nordischen Ländern wengisten Sven nennen. Ich habe als Sven kennen gelernt. Sven fährt Harley und übernachtete ein Zelt weiter. Sven will dieses Jahr noch auf ein Äxte-Werfen-Festival irgendwo in Finnland mit seinen Freunden &#8211; wie eine große Familie sei es da. Es wird auch getrunken, aber vor allem ist es dort wie bei einer Familie.</p>
<p>Später kam Sven dann nochmal vorbei und begrüßte uns aus Spaß nochmal mit einem freundlichen &#8220;Heil Hitler&#8221; bevor er uns seinen Lieblingswein zeigte. Von dieser seltenen hausgemachten Sorte hat er nur noch wenige Flaschen und wollte die jetzt mit einem Freund leeren ( 10.00h Ortszeit ). Sven gehört zu den Harley-Fahrern die noch grüßen! Ansonsten gibts hier in Finnland sowieso wieder viel mehr Moppedfahrer und die grüßen auch noch alle ganz nett &#8211; toll.</p>
<p>Weiter gehts auf den Pferdchen. Ab in den Norden &#8211; der Sonne hinterher. Und tatsächlich ist heute der erste Tag an dem wir nicht einmal die Regenklamotten angehabt haben. Auch wenn wir es die letzten Tage nicht hätten tragen mussten, hatten wir heute bis zu 27°C. Fahrtwind war also dringend notwendig.</p>
<p>Hier gibt es viele Tankstellen die keinen Tankwart mehr haben, sondern nur noch über Kreditkarte oder Bargeldautomaten reagieren. Komischer Weise werden unsere Kreditkarten zurückgewiesen, auch wenn das entsprechende MasterCard Symbol auf dem Automaten zu sehen war. Also mit Scheinen füttern das Teil.</p>
<p>Zu Mittag waren wir dann in einem Ort mit Supermarkt und &#8220;Pizza &amp; Kebap&#8221; Laden gleich nebenan. Also gabs zu Mittag eine mittlere Pizza, die in Deutschland definitiv also große durchgegangen wäre. Der türkischstämmige Budenbesitzer Sven-Murat findet unsere Tour übrigens auch total klasse. Wenn seine Bude läuft ( es schien als wenn er den aktuellen Laden gerade am ausräumen war &#8211; und vielleicht irgendwo anders ein Lädchen eröffnen wollte ), dann wolle er mit dem Auto auch über die baltischen Staaten nach Deutschland und weiter in die Türkei. Aber auch Sven-Murat sprach tolles Englisch &#8211; wie jeder hier den wir getroffen haben und wenn es die Kassierin bei Lidl ( gibt hier auch, nur wir waren im S-Market ) ist &#8211; nur die Eltern von dem Campingplatzwart hier scheinen kein Englisch zu sprechen.</p>
<p>Eleche haben wir immer noch nicht gesehen, obwohl alle naslang vor ihnen gewart wird. Die scheinen gerade gewerkschaftsmäßig zu streiken, sind im Zoo oder machen ihre Steuererklärung.</p>
<p>Die finnischen Städte, sagen wir besser Orte, sind ja nicht so wie deutsche. Nicht nur das das hier halt kleiner ist, die Häuser sind auch viel weiter verteilt. Der Ortskern ist evtl. zusammenhängend gebaut ( also 10 Häuser, wie Rathaus, Dönerbude und Lidl ). Alle anderen Häuser stehen dann aber weiter verteilt und haben immer noch eine kleines Stück Wald zwischen dem Nachbarn. Aber tolle Häuser gibt es hier &#8230; oh wie schön ist Finnland. Nicht nur das alle quasi zwangsläufig an einem See stehen die sehen auch häufig noch toll aus.</p>
<p>Jetzt sind wir auf einem Campingplatz und haben eine klein Hütte bezogen. Weil es keine 2-Personen Hütte mehr gab, gabs ein Upgrade auf eine 4-Personen Hütte mit Kühlschrank. Lars hat uns Grillwürste in seiner Pfanne gezaubert und es gabe leckere Kekse aus dem Supermarkt zum Nachtisch ( so gut die sollte man importieren ).</p>
<p>Es gibt hier ein richtiges kleines Hüttendorf ( direkt am See ) und wie es sich gehört auch eine Sauna, von der aus man quasi direkt in den See springen kann. Klischee erfüllt.</p>
<p>Die berühmten finnischen Mücken haben uns nun auch endgültig eingeholt. Wenn man Fotos direkt am See macht hat man mindestens 5 auf dem Arm sitzen. Im Gegensatz zu unseren deutschen Mücken, die eher nachts im Verborgenen operieren, greift die gemeine finnische Mücke auch am Tage an. Das macht es deutlich leichter die Hütte binnen weniger Minuten mückenfrei zu bekommen. Einfach die Arme ausstrecken und draufhauen.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>05. Juli 2011 &#8211; Wir sinken</strong></p>
<p>Standort: Lake Boddom / Finnland ( vielleicht )<br />
Tages KM: 388km<br />
Gesamtkilometer: 1920km</p>
<p>Tag vier. Technisches Problem zwei. Und Papa hatte noch gesagt: &#8220;Nimm ein Überbrückungskabel mit, falls der Kram mit dem 12V Stecker nicht funktioniert und die Batterie leer ist.&#8221; Und was passiert &#8211; Lars Motorrad springt nicht an weil die Batterie leet ist. Hätte ich auf Papa gehört hätte ich ihm helfen können.</p>
<p>Nun hat Lars den ADAC mal wieder angerufen &#8211; die kennen ihn ja noch vom letzten Jahr. Nur sind die Jungs hier deutlich besser auf Zack. Binnen wenigen Minuten kam der Rückruf von dem Riga ADAC und die konnten sogar englisch! Nach gerade mal 40min war der Mann vor Ort und konnte beim Starten helfen.</p>
<p>Während der Wartezeit haben wir dann noch Steve kennen gelernt ( der sich am Telefon mit Janek gemeldet hat ). Steve, der im Juwelier neben dem Hotel gearbeitet hat, hat uns gleich Hilfe angeboten. Er fährt selber Motorrad und kennt auch eine gute Werkstatt. Aber der ADAC reicht und wir winken Steve noch durch die Scheibe seinens Juwelierladens.</p>
<p>Weiter gehts von Riga in Richtung Estland. Wir wollen weiter auf den Hauptstraßen und nicht weiter auf den Europastraßen. Das funktioniert zuerst einmal sehr gut. Die Straßen sind zwar auf und wirklich nicht gut (@Christian: Bei deinem Bock wäre hier schon längst was abgefallen, das hätte dir keinen Spaß gebracht). Irgendwann mündete die Hauptstraße einfach in einer Schotterpiste. Zu Anfang war die Strecke auch noch sehr fest gefahren, also auch mit meinen Reifen gut zu fahren, aber der Sand wurde leider immer weicher. So weich, dass leider nicht 30km/h für mich drin waren ohne Gefahr zu laufen vom Bock zu fliegen. Das hat Lars dann auch den Spaß vermießt, sodass solche Hauptstraßen nicht gefragt waren.</p>
<p>Also zurück auf die Europastraßen und weiter nach Estland.</p>
<p>Kaum über die Grenze wurde die Straßen sofort um einiges Besser. Wir haben dann wieder einen &#8220;Hauptstraße&#8221; ausprobiert, aber auch hier nach wenigen Metern Schotterpiste. Dann doch wieder Europastraße mit dem Ziel heute noch die Fähre in Tallin rechtzeitig zu erreichen.</p>
<p>In Estland haben wir dann auch die ersten Schilder &#8220;Achtung Elche&#8221; gesehen &#8211; jetzt gehts los, endlich Elche. Aber dann leider doch nichts drauß geworden. Nur immer noch jede Menge Störche.</p>
<p>Estland scheint es doch deutlich besser zu gehen, als seinen anderen baltischen Nachbarn. Heile Straßen, heile Häuser und auch wertvollere und weniger kaputte Autos auf den Straßen. Aber auch für die Freizeit scheint mehr Geld da zu sein. Man sieht sehr viele Rennradfahrer und Rennradteams die auf den Straßen auch von Begleitfahrzeugen überwacht werden. Wenn man nach Tallin einfährt sieht man auch eine optische Nähe zu den nordischen Staaten was die Häuser angeht. Viele Holzhäuser, häufig auch in dem bekannten schweden-rot. Aber auch sehr abwechslungsreich in der Architektur. Das gleiche gilt auch für die Innenstadt. Eine tolle Mischung aus alten und neuen Gebäuden (@Olli: Das für Riga gilt in Estland genauso).</p>
<p>In Tallin sind wir dann auf die Fähre nach Helsinki. Lars hat 136€ für uns mit dem Moppeds bezahlt. Unser Campingplatznachbar erzählte gerade, dass er für die Überfahrt mit einem Auto und zwei Personen 58€ bezahlt hätte. Irgendwas stimmt da noch nicht ganz.</p>
<p>Auf der Fähre merkte man, dass sich das Preisniveau wieder ein wenig geändert hat. Schluss ist mit baltischer Günstigkeit. Hier gelten wieder deutsche Preise und schlimmer.</p>
<p>Lars hatte dann schon mal das Navi für Finnland programmieren wollen. Das zeigt auch auf hoher See die Position an und auch die akutell ermittelte Höhe:</p>
<p>L: &#8220;Wir sind gerade 14m über Normal Null.&#8221;<br />
S: &#8220;Das passt. Da unten ist das Meer und wir sitzen hier an Deck.&#8221;<br />
L: &#8220;Jetzt sind es noch 10m.&#8221;<br />
L: &#8220;Und jetzt nur noch 5m.&#8221;<br />
L: &#8220;Wir sinken!&#8221;</p>
<p>Jetzt sind wir 45min außerhalb von Helsinki ( das beim durchfahren übrigens nichts sonderlich reizvoll aussah (@Olli: Das Riga Thema gilt hier immer noch und ist von dieser Aussage ausgenommen )) auf einem Campingplatz. Um uns herum mindestens 3 deutsche Fraktionen &#8211; warum sind wir den erst von da weg ?</p>
<p>Hier ist es jetzt 23h und immer noch sehr hell. Ob das hier überhaupt noch dunkel wird werden wir später sehen.</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>04. Juli 2011 &#8211; One Night in Riga</strong></p>
<p>Standort: Riga / Letland<br />
Tages KM: 530km<br />
Gesamtkilometer: 1532km</p>
<p>Hallo und Hummpa nach Deutschland,</p>
<p>heute haben wir es von der Wolfschanze in Polen bis nach Riga in Letland geschafft und dabei komplett Litauen durchquert.</p>
<p>Heute morgen nach dem Aufstehen haben wir zuerst die Überreste der Wolfschanze besucht &#8211; Hitler geheimen Bunker im Herzen Polens. Die Bilder folgen später, aber es ist wirklich überwältigend was die da an Beton in den Wald gesetzt haben. Mehrere Meter dicke Wänder nichts als Stahlbeton. Inzwischen sind die ganzen Ruinen so bemost, dass sie man teilweise den 10m hohen Bunker erst bemerkt wenn man daneben steht. Irgendwie hält der Pole es auch nicht für notwendig sich um dieses historische Gut angemessen zu kümmern. In Deutschland wäre man mit Infotafeln zugeschmissen worden, hier nichts davon zu sehen. Lediglich DVD und VHS! Werbeartikel.</p>
<p>Die Strecke nach Litauen wird von Meter zu Meter immer schlechter. Kurz vor der Grenze muss man wirklich aufpassen, dass man sich keinen Achsbruch einfängt, so tief sind die Schlaglöcher. Den Einheimischen interresiert das aber nicht. Der kann immer noch mit 120km durch die 70er Zone fahren, in einem Abstand von 10cm zu einem Motorrad.</p>
<p>Litauen selber sieht genau wie der Norden Polens genau so aus wie bei uns auch. Also landschaftlich nichts anderes als zu Hause. In Sachen Häuser und Infrastruktur bin ich aber so froh in Deutschland zu wohnen. Es erinnerte ein wenig an die USA. Überall stehen kleine zerfalle Häuser und die Autos sind alle alt und fallen auseinander. Der einzige Unterschied, in den USA wohnen die meistens nicht mehr in den Häusern. Richtig tolle Straßen auch hier nur, wenn das EU Label drauf klebt ( auf den Strecken sind die auch sehr gut mit den neuesten Blitzern ausgestattet, warnen aber immer noch vor jedem ).</p>
<p>Auf den von Europa beszahlten Straßen findet sich alle 2km eine Bushaltestelle. Nur das ich auf diesen Straßen noch nie auch nur einen Linienbus gesehen habe. Schließlich hängen an den Stellen auch keine Fahrpläne o.ä. An anderer Stelle werden die öffentlichen Verklehrsmittel aber stark genutzt.</p>
<p>Der Pole und der Litauener haben aber das Herrenhändtäschen wieder modern gemacht. Jeder ausgemergelte Mann der die Straße entlang trottet hat eine Plastiktüte oder Vergleichbares in der Hand.</p>
<p>Ein weiteres kulturelles Highlight: Der Berg der Kreuze (o.ä.). Gläubige aus aller Welt haben hier auf einem kleinen Hügel von einer Grundläche von vielleicht 100m² mehrere 100 tausende Kreuze zusammengetragen ( Bilder kommen wie gesagt später, die lassen dieses Ausmaß dann vielleicht erahnen ). Es fanden sich hier Kreuze mit Grüßen aus der Schweitz, UK und auch zufällig eins das Andreas und Ulli mit ihrer Reisegruppe GS650 auf ihrer Motorradtour durche die baltischen Staaten vor genau einem Monat dortgelassen haben.</p>
<p>Sehr auffällig ist auch die nicht vorhandene Zahl an Motorrädern hier. Die Zahl der Moppeds in Polen und Litauen die wir getroffen haben konnte man sich an zwei Händen abzählen. Demnach gucken auch alle Leute hoch wenn wir vorbeifahren ( und die kleinen Kinder winken auch &#8211; und wir natürlich zurück ). Auch gewunken hatten eine halbnackte und extrem angetrunkene Frau in Polen, deren Mann dies offensichtlich peinlich war ( wir haben nicht zurückgewunken &#8211; bei den gutaussehenden Mädels in Litauen dann aber doch wieder ).</p>
<p>Die landwirtschaftlichen Betriebe in Polen waren meist schon nicht sehr groß, demgegenüber sah man doch auch häufiger richtige Großbetriebe die an Planwirtschaft erinnerten. In Litauen dagegen scheint das wirklich mehr für den Eigenbedarf zu sein. Ganz häufig sind gleich neben der Straße ein oder zwei Kühe angepflockt und können an dieser Stelle fressen. Mehr als 8 Kühe in einer kleinen Herde die dann auch eingezeunt waren, gab es nicht zu sehen. Auch Ziegen stehen hier wieder hoch im Kurs &#8211; die laufen aber völlig frei durch die Gegend und über die Straße.</p>
<p>Weil wir schon so gut in der Zeit waren, und die Strecke nicht mehr weit, haben wir uns entschlossen nach Riga weiter zufahren und dort ein Motel zu nehmen. Motels gabs vorher nicht, also sind wir in einem 4* Hotel nahe Innenstadt untergekommen. 2 Personen mit Frühstück 60€ und das ist natürlich schon sehr teuer im Vergleich zu den bisherigen Stationen. Insgesamt ist hier das Preisniveau schon wieder etwas höher. Aber diese Stadt ist sooooooo klasse. Das ist bisher die schönste Altstadt die ich kenne. Gleichzeitig aber so viele tolle Lokale und so viel los &#8211; echt klasse. Hier muss ich nochmal mit mehr Zeit her. ( @Olli: Ja, stimmt, mit dem anderen Thema hattest du völlig recht *smile* ).</p>
<p>Lars studiert gerade das aktuelle Riga Programm. Mit den Anzeigen für Massage zum Relaxen und Massage *inklusive*.</p>
<p>Unser Zimmer hat übrigens einen Sharp Fernseher.</p>
<p>Von wenigen Augenblicken abgesehen hatten wir auch heute wieder wirklich Glück mit dem Wetter. Fast durchgehend trockend und zum Schluss vor Riga sogar warm und sonnig. Wir hoffen, dass es so bleibt.</p>
<p>Praxistest zum Thema Intellibook: Ich kann nur davon abraten. Benutzbar ist das nicht. Alles muss man doppelt tippen und ständig kommt man auf dieses Touchpad und löscht den Text &#8211; arrrggghhhh. Bitte nicht kaufen und nicht schenken lassen &#8211; wer will meins haben ?</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>03. Juli 2011 &#8211; Führerbunker</strong></p>
<p>Standort: Wolfschanze / Polen<br />
Tages KM: 672km<br />
Gesamtkilometer: 1002km</p>
<p>Hallo und Hummpa nach Deutschland,</p>
<p>das wichtigste vorweg: Natürlich schaffen Lars und ich es nicht ohne Pannen eine Tour durchzustehen. Blöd nur, dass es gleich am zweiten Tag sein musste. Nur dieses Mal war es auch meine Schuld. Auf Sand bremsen zeigt erstmal was das ABS kann &#8211; das Ergebnis: Kawasaki Versys Koffer gegen Touratech Alu Toplader: Kawa win ! Nun müssen wir noch ein wenig mit Klebeband und Kabelbindern arbeiten. Sonst aber alles unbeschädigt und unverletzt.</p>
<p>Aufstehen um 8.15h ist natürlich so gar nicht meine Zeit &#8211; nicht mal wenn ich zur Arbeit muss. Aber nun gut. Schnell noch duschen und Frühstücken, den Zimmernachbarn mit der Info aushelfen das Klitschko gewonnen hätte ging es los. Weil es gerade wieder zu Regnen anfing in den Regenklamotten. Den restlichen Tag hatten wir dann allerdings Glück und es blieb komplett trocken.</p>
<p>In Deutschland gestartet hatten wir schon die Befürchtungen wir schlimm die Straßen in Polen erst werden würden, wenn die dort im Osten schon sooo aussahen. Aber zum Glück zahlen wir mit unseren Steuern ja in der EU ein und in Polen werden da die tollsten Straßen von gebaut.</p>
<p>Gleich hinter der deutschen Grenze erwarten den Reisenden link und rechts von der Straße eine Arme von Verkäufern: was verkauft man direkt hinter der Grenze am Straßenrand am besten ? Richtig &#8211; Kettensägen! Alle 100m das gleiche.</p>
<p>Auf deutscher Seite würde das nicht gehen. Den hier stehen alle paar Kilometer Polizei oder Zoll die es ganz offensichtlich auf polnische Handelsreisende abgesehn haben. Vielleicht sollte man sicher lieber gegen die eingeborene Bevölkerung wenden: Sie lange blonde Haare und Lonsdale-Pulli, er eher keine Haare, Springerstiefel und Camouflage-Hose (gut das wir zum Führerbunker unterwegs sind).</p>
<p>In Polen angekommen scheinen sich alle Vorurteile zu bestätigen: kaputte Straßen, kaputte Gebäude, alles voll kaputt da.</p>
<p>Wenn man dann aber ein paar Kilometer weiter fährt werden zumndest schnell auch die Straßen besser ( überall stehen die &#8220;Wir bauen für Sie&#8221; Schilder mit dem EU-Label ). Aber auch landschaftlich wird es schöner.</p>
<p>Am Straßenrand wurde tatsächlich vor &#8220;Wilden Bisons&#8221; gewarnt und wir sehen echte Kraniche auf den Weiden grasen. Die Storchdichte ist hier auch um einiges höher als bei uns. Das eine Dorf schafft es auf vielleicht 500m² auf 6 besetzte Nester mit echtren Störchen! Und Dachse gibt es hier viele. Zumindest haben wir zwei platt gefahrene Exemplare am Straßenrand gesehen.</p>
<p>Richtig spannend ist auch der Fahrstil der Polen ( und vorbeischauenden Russen ) und ich dachte immer ich wäre schlimm unterwegs. Interessanterweise war jedes zehnte Auto ( ich habe da zwischendrin eine kleine Erhebung geführt ) ein deutsches. Also zumindest mit deutschen Kennzeichen und auch auf dem Weg wieder nach Deutschland ( was unfreiwillige Exporte aus Deutschland ausschließt ). Es waren sogar zwei Dithmarscher Kennzeichen dabei. Der eine dazugehörige PKW parkte allerdings rückwärts gegen einen Baum im Graben.</p>
<p>Das Navi kennt mal wieder alle Straßen. Auch irgendwelche Sandwege mitten durch den Wald. Meine glatte Straßenbereifung mochte das gar nicht, sodass das für mich fast mehr zum Schieben wurde.</p>
<p>Morgen schauen wir uns intensiver den Führerbunker an. Leider regnet jetzt wieder, daher sind wir im Hotel der Wolfschanze ( früher mal bestimmt für die Leibstandarte von Adolf ) untergekommen ( das Fräulein an der Kasse fand das nicht witzig, dass wir keine einheimische Währung bei uns hatten, Kreditkarte ging auch nicht. Lange fragende Gesichter führten dann aber doch zu Akzeptanz von Euro, was an den Tankstellen gar kein Problem ist ).</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>02. Juli 2011 – This is shit</strong></p>
<p>Standort: Neubrandenburg / Deutschland<br />
Tages KM: 330km<br />
Gesamtkilometer: 330km</p>
<p>Hallo Freunde der leichten Unterhaltung,</p>
<p>wir haben die Endstation an unserem ersten Tourtag erreicht. Um 13.00h in Dithmarschen gestartet haben wir es heute bis nach Neubrandenburg ca. 100km vor der polnischen Grenze geschafft. Im Moment sitzen wir in der Pesion &#8220;Nobel Hobel&#8221;. Der Name sicher überspitzt aber trotzdem eine klasse Unterkunft. Allemale um einiges besser als jetzt draußen im Zelt zu übernachten.</p>
<p>Der Besitzer der &#8220;Nobel Hobel&#8221; Pension (berechtigte Frage: &#8220;Ist der Besitzer einer Pension ein Pensionär?&#8221;) ist gleichzeitig auch der Inhaber der angrenzenden Bar &#8220;Papagei&#8221; &#8211; regendbogend bunt. Nennen wir in &#8220;Steve&#8221;. Wir haben auch bei Steve im Papagei zu Abend gegessen. Kochen kann. Leider haben wir Steve mit unseren nassen Moppedklamotten ein wenig Dreck in den Flur geschleppt. Naja.</p>
<p>Übrigens hängt hier in jedem Raum ein Bild von Steve und seinem Freund? in Clown-Kostüm &#8211; in jedem Raum!</p>
<p>Nach den ersten 20km hatten wir unseren ersten Stop um die Regenklamotten überzuziehen. Im Nachherein leider die richtige Entscheidung denn den ganzen Tag sind wir leider nicht mehr aus dem Regen herausgekommen. Die Motivation zu Zelten war dann nicht mehr gegeben.</p>
<p>Neben mir im Fernseher lief bis eben noch das Wetter &#8211; &#8220;Morgen Regen&#8221; &#8211; freut einen natürlich ganz besonders &#8230;</p>
<p>Vor dem Essen noch einen Rundgang um die Altstadt von Neubrandenburg entlang der alten Stadtmauer. Doch mal ganz Tourist.</p>
<p>Ziel für morgen Führerbunker / Polen. Das wären allerdings gute 650km. Wir lassen uns überraschen.<br />
Frühstück kommt um 08.00h von Steve &#8211; und ich habe mich auf Ausschlafen gefreut.</p>
<p>An dieser Stelle sei einmal darauf hingewiesen, dass das Intellibook ( dank der webinale kostenlos in meinem Besitz &#8211; völlig legal ) zum Tippen von Text nicht wirklich geeignet ist. Ständig kommt man aus Versehen auf das Touchpad und sofort wird der Cursor mittem im Text positioniert und alles ist weg &#8211; aahhhhhh. Und das Mistding ist ist schon das zweite Mal abgestürzt. Bis jetzt kann das Teil leider nicht überzeugen.</p>
<p>Dritter Absturz. Natürlich jedes Mal mit Textverlust.</p>
<p>Auch heuted Nachmittag hat die Technik schon leichte Aussetzer gehabt. So wollte das iPhone mehr Strom beim Aufzeichnen der GPS Daten konsumieren, als durch die 12V Dose geladen werden konnte. Zumindest wenn das Netbook mitgeladen wurden und 3G und Internet aktiviert waren. Deswegen hat di erste Route auch eine gerade Linie zwischen Segeberg und ca. Wismar.</p>
<p>Wir freuen uns schon jetzt sehr auf die Strassen in Polen wenn die Landstraßen hier im Osten schon manchmal abenteuerlich sind. Und warum steh hier in jedem Dorf mindestens ein Wohnblock mit mindestens 3 Etagen ? Das ist doch im Bau viel zu teuer.</p>
<p>Auf nach Polen !</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>01. Juli 2011 &#8211; Time&#8217;s running</strong></p>
<p>Standort: Dithmarschen<br />
Tages KM: 0km<br />
Gesamtkilometer: 0km</p>
<p>Hallo Freunde der leichten Unterhaltung,</p>
<p>Die Zeit Läuft. 30 hours to go !</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>01. Juli 2011 &#8211; Time&#8217;s running</strong></p>
<p>Standort: Dithmarschen<br />
Tages KM: 0km<br />
Gesamtkilometer: 0km</p>
<p>Hallo Freunde der leichten Unterhaltung,</p>
<p>Die Zeit Läuft. 30 hours to go !</p>
<p>cheers.<br />
Sebastian</p>
<p><strong>26. Juni 2011 &#8211; One week to go</strong></p>
<p>Standort: Dithmarschen<br />
Tages KM: 0km<br />
Gesamtkilometer: 0km</p>
<p>Hallo Freunde der leichten Unterhaltung,</p>
<p>freuen Sie ich auf eine spannende neue Folge von &#8220;Mal sehen wie weit Sie dieses Mal kommen&#8221;. In dieser Folge geht es für unsere beiden attraktiven Helden mit dem Motorrad einmal um die Ostsee. Gestartet wird am nächsten Samstag (02.07.) in Dithmarschen bevor wir uns dann zuerst in Richtung Führerbunker/Polen ( <a  href="http://www.wolfsschanze.pl/">http://www.wolfsschanze.pl/</a> ) aufmachen. Weiter über Litauen, Letland und Estland, dann mit der Fähre von Talin nach Helsinki, quer durch Finland, rauf zum Nordkap in Norwegen und durch Schweden und Dänemark zurück nach Deutschland. Grob abgeteckt ergibt das bei Google eine Strecke von rund 6500km auf dem direkten Weg ( siehe Karte unten ). Es wird also doch noch um einiges mehr werden.</p>
<p>Dieses mal technisch noch besser vorbereitet wird der Akku des Netbook während der Fahrt geladen und das Smartphone sollte die ganze Zeit über die GPS Daten mitschneiden. Sofern ich diese Woche noch dazu kommen, sollen die Daten natürlich dann auch zeitnah hier abgebildet werden. Mal sehen wie alltagstauglich das ganze wird und wann genau das Motorrad angschoben werden muss weil der Akku zwar voll, aber die Bikebatterie leer ist &#8230;.</p>
<p>Wie auch in den vergangenen Jahren werde ich versuchen möglichst häufig an dieser Stelle zu berichten. Neue Beiträge werden hier eingefügt, beehren Sie uns also bald wieder.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p>// Karte entfernt. Die finale Strecke ist oben eingeblendet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.sebastian-martens.de/2011/06/europa-tour-2011-einmal-um-die-ostsee/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>EU Tour 2010 &#8211; &quot;Die letzte Bratwurst vor Amerika&quot;</title>
		<link>http://blog.sebastian-martens.de/2010/05/die-letzte-bratwurst-vor-amerika/</link>
		<comments>http://blog.sebastian-martens.de/2010/05/die-letzte-bratwurst-vor-amerika/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 16:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian.Martens</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Bike]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
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		<description><![CDATA[Start frei für Runde Zwei. In diesem Jahr geht es mit den eigenen Maschinen los. Lars und ich werden auf dem europäischen Festland bleiben. Abgesehen davon, dass natürlich der Weg das Ziel ist, geht es nach Portugal. Genauer gesagt zur &#8220;Letzten Bratwurst vor Amerika&#8220;, einem Bratwurststand an der südwestlichen Spitze von Portugal, dem]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Start frei für Runde Zwei. In diesem Jahr geht es mit den eigenen Maschinen los. Lars und ich werden auf dem europäischen Festland bleiben.  Abgesehen davon, dass natürlich der Weg das Ziel ist, geht es nach Portugal. Genauer gesagt zur &#8220;<a  href="http://www.letztebratwurst.com/" rel="nofollow">Letzten Bratwurst vor Amerika</a>&#8220;, einem Bratwurststand an der südwestlichen Spitze von Portugal, dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Cabo+de+S%C3%A3o+Vicente,+86500+Sagres,+Portugal&#038;sll=37.011052,-8.945618&#038;sspn=0.157362,0.363579&#038;ie=UTF8&#038;hq=Cabo+de+S%C3%A3o+Vicente&#038;hnear=Cabo+de+S%C3%A3o+Vicente,+Sagres,+Portugal&#038;ll=37.028869,-8.918152&#038;spn=0.164177,0.363579&#038;z=12&#038;iwloc=A&#038;cid=14328869792898182884 target="_blank">&#8220;Cabo de São Vicente</a>. Wie im <a  href="http://blog.sebastian-martens.de/usa2009" target="_blank">letzten Jahr</a> versuche ich eine lücklose Dokumentation der Ereignisse zu schaffen und hier einzustellen.  Wir freuen uns also schon jetzt auf &#8220;Steve&#8221; und mal sehen was in diesem Jahr in Raum 230 so abgeht ( wer das nicht mehr genau versteht sollte evtl. noch mal die Berichte der <a  href="http://blog.sebastian-martens.de/usa2009" target="_blank">USA Tour</a> lesen ).</p>
<p>Neue Einträge werden immer unten angehängt, außerdem dieses Jahr mit Slideshow zu den Bildern.</p>
<p><iframe src="/eu2010_map/client/index.html" width="455px" height="455px" frameborder="0"></iframe><br /><span id="more-411"></span><br />
<em>( <b>Für Bilder auf die roten Marker klicken!!</b> An einigen Orten gibt es mehrere Fotos, die ohne zu Zoomen evtl. nicht erkannt werden. Also einfach mal ein wenig auf die einzelnen Punkte vergrößern. )</em></p>
<p><iframe src="/eu2010_map/deploy/" width="455px" height="415px" frameborder="0"></iframe></p>
<p><strong>23. Mai 2010 &#8211; Post aus Portugal!</strong><br />
Wir sind noch nicht einmal losgefahren, da hat man in Portugal bereits Wind von der Tour bekommen. Wolfgang Bald, der Inhaber des besagten Bratwurststandes, hat uns eine e-Mail geschickt und hält eine Bratwurst für uns bereit. Wir freuen uns auf ein Treffen. Schöne Grüße nach Portugal.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>24. Mai 2010 Tag 1 &#8211; Hmmm Ameisen.</strong></p>
<p>Hallo und Humppa !</p>
<p>Standort: Loh / Deutschland / NRW<br />
Tages KM: 427.00<br />
Gesamtkilometer: 427.00</p>
<p>Wie immer kann man sich auf das Wetter voll und ganz verlassen. Als wir um 10.32 Uhr in Eddelak gestartet waren hatten wir noch ein typisch Dithmarscher Mischwetter. Also wir vorsorglich alles angezogen, was im Schrank zu finden ist. Weiter zur Elbfähre nach Wischhafen. Kaum hat man die Elbe passiert wird das Wetter nicht nur ein bischen besser sondern gleich regelrecht sonnig. Dicke Klamotten schön gedacht aber nun regnete es bei strahlender Sonne und sicher über 20 Grad eher von Innen.</p>
<p>Später gesellte sich zum dem ansonsten fast perfekten Wetter allerdings ein doch recht böhiger Wind. Weil man sich aber hier nicht so recht festen Boden leisten kann, trug der Wind Wesentlichen dazu bei, dass Sand von den Feldern über die Straßen geweht wurde. Regelrechte Sandstürme sorgen dafür das es zumindest bei mir trotz geschlossenen Helms zu Knirschen in den Mundhöhle und tränenden Augen kam.</p>
<p>Wir haben eigentlich keine Tagesziele. Aber die erste Nacht wollten wir eigenltich in Altena verbringen. Dort gibt es nämlich auch eine Burg ( ich glaube das war ja die Burg in der auch Peter Lustig mal eine Folge nach einem Geist gesucht hat &#8211; irgendwas mit Filmtricks oder so ) und in dieser Burg gibt es auch eine Jugendherberge. Dies soll sogar die erste Jugendherberge der Welt gewesen sein. Wie auch immer, wir kommen da an ( Stadt ist wunderschön, tolle kleine verwinkelte Gassen, macht super viel Spaß da mit dem Mopped durchzufahren ) und &#8230; Jugendherberge nicht besetzt. Auch am Telefon meldet sich nur der AB. Tolle Wurst. Na gut. Dann eben weiter zum nächsten Campingplatz. Das alte N95 rausgekramt. Campingplatz suchen. Hinfahren. Gibts nicht mehr! ( Mal abgesehen davon, das Lars Navi mal echt interessanten Routen ausspuckt. Fahrerisch auf jeden Fall reitzvoll. Versuch 2. Das gleiche Drama. Updatehieße das Zauberwort.</p>
<p>Also anhalten und mal fragen wo es hier denn einen Campingplatz gibt. &#8220;Keine Ahnung. Sonst einfach an der Talsperre wild übernachten.&#8221; &#8211; ok. Wenn das das offizielle Aussage eines Einheimischen ist, dann man zu. Hinfahren. Angucken. Alles verboten und auch sehr überlaufen. So toll zum wild Campen ist das auch nicht. Aber die Wanderwegkarte zeigt zumindest einen Campingplatz gleich um die Ecke. Hingefahren. Wunderbar. Hier sind wir jetzt in Loh, NRW. Wir haben außerdem Steve ( Name nach Vergessen von der Redaktion frei erfunden ) kennengelernt. Steve kommt eigentlich aus Tönningen und erkannte daher unsere Kennzeichen. Er lebt aber schon seit 50 Jahren nicht mehr da, sondern hier auf dem Platz.</p>
<p>Zelt aufbauen. Klappt ganz gut. Ab morgen sollten wir die Zeit stoppen. Die Dithmarschenflagge ist angebracht. Nur um die Besitzverhältnisse deutlich zu machen. Werden Sie aber wieder reinholen. Sonst wird das begehrte Stück nur geklaut.</p>
<p>Lars hat sogar einen Gaskocher mit und kocht uns Buchstabensuppe. Sehr lecker. Ich denke ich werde auf der Tour abnehmen.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>25. Mai 2010 Tag 2 &#8211; Towel Day</strong></p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland!</p>
<p>Standort: Clefmont / Frankreich<br />
Tages KM: 509.4<br />
Gesamtkilometer: 936.4</p>
<p>SIND IN FEINDESLAND. STOPP. SIND UMZINGELT. STOPP. HABEN UNS AUF EINSAMEN CAMPINGPLATZ IN CLEFMONT AUF DEM LANDE VERSCHANZT. STOPP. WURDEN VON DEN EINHEIMISCHEN HOLLÄNDERN FREUNDLICH AUFGENOMMEN. STOPP.</p>
<p>Nachdem wir dann eben doch noch einen Campingplatz gefunden hatten sind wir doch irgendwie erschöpft zu &#8220;Bett&#8221; gegangen sind &#8211; das muss an der vielen doch eher ungewohnten frischen Luft liegen.</p>
<p>Gegen 02.30 Uhr wurde ich das erste Mal wach. Der Regen klopfte freundlich an die Zeltaußenwand. Erst leise dann mit immer dickeren Tropfen, dass man ja nicht wieder einschläft und wenn dann mit einem richtig schlechten Gewissen, weil man genau weiß, dass man den morgigen Tag im Regen verbringen wird &#8211; tolle Vorstellung. Irgendwann nachts um 04.00 Uhr dann nochmal das gleiche Schauspiel. Wach geworden weil wegen Regen, gefreut das es morgen ein bescheidener Tag wird. Wie immer ist das Glück mit den Dummen. Aufgestanden. Alles trocken. Strahlender Sonnenschein. Los gings.</p>
<p>Bis kurz vor Mittag ( gab nur Frühstück beim Bäcker &#8211; die können sehr leckere Schokocrossaints machen ) hatten wir NRW verlassen und die Innerdeutsche Grenze zur Pfalz überschritten. Nachdem Lars dann noch den Achterbahn-Modus in der Streckenfindung fürs Navi aktiviert hatte, war die Tour nur noch ein Spaß. Rauf. Runter. Links. Rechts. Die Hand kam  nicht mehr zum Stehen vor Schalten. Ganz großes Mopped-Kino. Irgendwie haben die das hier im Süden deutlich besser mit Bergen und kurvigen Bergstraßen drauf.</p>
<p>Kurz nach dem Mittag hatten wir dann auch die äußere Grenze Deutschlands passiert und durchquerten Luxenburg. Weiter so geile Strecken, wenn auch die Straßenverhältnisse nicht mehr unseren Standarts entsprach. Da ist man so schnell durch das Land, warum noch in Straßen investieren.</p>
<p>Kurz nach der zweiten Tankstelle in Luxenburg hörten da dann auch schlagartig die deutschen KFZ- Kennzeichen auf. Zum Tanken kommt man auf jeden Fall gerne wieder. Gleich 40ct weniger pro Liter. 15min später waren wir schon wieder aus dem dem Land draußen.</p>
<p>Wir wollten über Belgien in Frankreich einmarschieren. Belgien sah auch irgendwie gar nicht so viel anders aus. Die Straßen waren noch ein bischen schlechter und irgendwie fühlte man sich bei der Architektur an den ländlichen Osten Deutschlands erinnert. Auf der anderen Seite gab es dann auch wieder sehr süße kleine Dörfer wie Hollywood sie nicht besser hin bekommen hätte. Insgesamt schön mal durchgefahren zu sein.</p>
<p>Und weil wir ja so fleißig sind konnte es gleich mit Staat Nummer vier für den heutigen Tag weitergehen. Einmarsch in Frankreich im frühen Nachmittag. Feind verängstigt. Die Deutschen sind wieder da.</p>
<p>Frankreich ist definitiv Weltmeister im Bauen von Kreisverkehren. Einer nach dem Anderen. Mit dem Mopped allerdings weinger schlimm, da kommt mehr Kurvenstimmung auf :) in dem ansonsten eher gerade verlaufenden Norden Frankreichs. Erinnert ein wenig an die USA. Allgemein hat man doch das ein oder andere Fleckchen scheinbar irgendwie schon mal in den USA gesehen.</p>
<p>Weiter gehts. Verdun links liegen gelassen weiter gen Süden. Die Straßen werden wieder fahrtechnisch attraktiver, wenn auch vom Material her nicht besser. Teilweise schmelzen sie sogar in der Sonne. Wenn man wieder mal den billigen Kram zum Ausbessern genommen hat kann das schon mal vorkommen.</p>
<p>Wir kommen wieder durch sehr viele kleine Dörfer. Irgendwie sind aber alle recht einsam. Man sieht kaum Leute auf der Straße. Vielleicht ist hier ja immer noch Feiertag. Denn bei die Zahl der Kruzifixe und Marienstatuen am Straßenrand kann man es durchaus mit Bayern aufnehmen.</p>
<p>Inzwischen sind wir in Clefmont angekommen. Ein kleiner Ort den man unten von der Starße noch weniger wahrnimmt, als die ganzen anderen kleinen Orte hier in der Gegend. Aber das Campingplatz-Schild ist uns aufgefallen. Am Rande des Dorfes gibt es hier eine große Wiese mit ein paar Bäumen und Bänken plus Wasch/-Verwaltungshaus. Und außer einen paar Holländern mit Wohnwagen ( was denn bitte schön sonst ) keiner da. Im Büro ist leider auch keiner. Wir beschließen aber das Zelt aufzubauen.</p>
<p>Nachdem das Zelt steht kommt ein ( sehr ) kleine Franzose vorbei, der tatsächlich zu dem Platz gehört. Wie bei Franzosen so üblich spricht er nichts außer Französisch. Aber die freundlichen Holländern helfen beim klären der Fragen. Ende gut, alles gut, sind wir mit 6€ für Miete mit freiem Duschen dabei. Der deutsche Platz hatte noch 12€ verlangt, wenn auch mangels Kleingeld nur 10€ bezahlt ( vielen Dank für den netten Nachlaß ).</p>
<p>Jetzt sitze ich hier im Duschhaus auf dem Fußboden im Flur neben der Steckdose und laden nebenbei noch den Akku auf. W-LAN oder sonstiges Internet immer noch fehlanzeige. Aber uns gehts gut ( wenn wir auch keine Nudelsuppe mehr haben und hungrig zu Bett gehen werden um dann morge um do größer zu frühstücken &#8211; Tanke oder so ).</p>
<p>Auch ja: Heute ist Towel Day! Wir sind mit griffbereiten Handtüchern gefahren &#8211; nur mal so zum Sagen!</p>
<p>An dieser Stelle nochmal Danke an die Fahrschule Rüdiger Kape Hamburg, Eimsbüttel für die gute Ausbildung. In einem Dorf rannte auf einmal ein Hund hinter einer Hausecke auf Lars zu. Da hätte nicht mehr viel gefehlt da hätte der Hund den Reifen sogar bekommen. Aber nun stand der Hund direkt auf der Straße vor mir. Dank des ganzen &#8220;Anbremsen und Ausweichen-Trainings&#8221; lebt der Hund aber noch und das Mopped hat keinen Krazer :)</p>
<p>Ab ins Zelt, ein Unwetter kommt auf.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>26. Mai 2010 Tag 3 &#8211; Französisches Outback</strong></p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland!</p>
<p>Standort: Flavignac / Frankreich<br />
Tages KM: 557.1<br />
Gesamtkilometer: 1493.5</p>
<p>Zwischenstand: Es regnet. Fahrt unter Wasser, aber es scheint auch so als wenn in der nächsten Stunde noch die Sonne rauskommen würde. Sitzen gerade bei Mc Donalds zum Frühstück. Die sprechen sogar Englisch hier.</p>
<p><strong>Update Tag 3:</strong> So richtig beständig gut ist das Wetter aber nicht. Bei Mc Donalds vom Hof gefahren sah es noch so aus, als würde es besser werden. Wenig später wird man dann eines besseren belehrt. Es regnet. Dann hat man ja im Grunde schon keinen Bock mehr. Aber dann wird es auch wieder besser. Die Straßen trocknen recht schnell und das Fahren macht wieder Spaß.</p>
<p>Inzwischen sieht Frankreich auch so aus wie man sich das vorstellt. Man kommt vorbei an Weinberghängen ( obwohl die Weinpflanzen hier so weit im Norden noch sehr klein sind und nur knapp über den Boden ragen ) vorbei. Die Häuser sehen schon wesentlich mediteraner aus (und nicht mehr so kaputt, dass man sich dan den Osten erinnert fühlt) und man sieht Franzosen mit einem Baguett unter dem Arm und jeder scheint seinen eigenen Wein zu machen, weil an jedemzweiten Haus etwas von Weinverkauf steht ( zumindest glaube ich das bei meinem eingeschänkten Französisch ). Die Gegend ist wirklich wunderschön. Nur zu empfehlen.</p>
<p>Das Navi führt uns weiter an einem Kanal lang auf dem sich sogar Schiffe bewegen und jedes Dorf seinen eigenen kleinen Hafen hat. Da wir aber inzwischen schon in stärker hügeligen Gebiet fahren gibt es spätestens alle 1,5 km ein Schiffshebewerk. Will man dort also von einem Dorf zum nächsten mit dem Schiff fahren ist man sicher einen ganzen Tag beschäftigt weil man immer wieder durch die Hebewerke muss. Wie auch immer &#8211; mit dem Mopped ein Riesenspaß an der kurvigen Straße neben dem Kanal zu fahren. Wenn man hier abschmiert geht halt nur das Mopped baden.</p>
<p>Aber Frankreich ist ja ein Arschloch. Eine Stunde später &#8211; man  hatte gerade die Regenklamotten ausgezogen &#8211; fängt es endgültig an zu regnen und hört auch nicht mehr auf. Das drückt natürlich die Stimmung. Hinzu kommt, dass das Navi unter massiven Umbaumaßnahmen am Straßennetzes leidet. Dann noch ein Baustelle und der Umleitungsversuch des Gerätes ergibt schon eine sehr abenteuerliche Strecke.</p>
<p>Mitten durch das französische Outback oder durch die Hinterhöfe einzelner Häuser &#8211; über Straßen die man eigentlich nur mit Cross-Maschinen befahren dürfte, weil die solange nicht mehr saniert wurden. Abgesehen von einem Teilstück, dass wirklich gerade geflickt wurde indem man einfach nur Tonnen von losem Rollsplit drüber gegeossen hatte. Da sind wir also auch nur mit durchschnittlich 30 km/h vorangekommen. Das waren dann genau die Ecken wo Leute einfach verschwinden und nie wieder auftauchen.</p>
<p>Stunden später lockert es wieder ein wenig auf. Wir folgen dem nächsten Schild in Richtung Campingplatz. Bis wird dann das wieder sehr abgelegene Dörfchen erreicht haben sind wir schon knappe 20km weiter. Direkt an einem See gelegen ( was den Mücken-Anteil ein wenig erhöht ) liegt der Campingplatz. Zelt aufstellen &#8211; irgendwann später wird schon einer kommen zum Kassieren. Nochmal ins Dorf, ein wenig zu Essen besorgen. Schon erstaunlich wie gut man mit nur einem französischen Wort Essen kaufen kann &#8220;Baguett ?!&#8221; &#8211; wir sind nicht verhungert.</p>
<p>Hier hatten wir auch das erste mal Kontakt mit diesen französischen Toiletten ( Löcher im Boden mit Markierungen für die Füße und Griffen an der Wand ). Glücklicherweise waren die Damen-Toiletten dann mit den uns vertrauten Schüsseln ausgestattet. WIr wechselsten also mal eben die Seiten.</p>
<p>Nachts ging der Regen wieder los. Das wird morgen wieder ein toller Tag.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>27. Mai 2010 Tag 4 &#8211; Schluss mit Lustig</strong></p>
<p>Hallo und Humppa nach Deutschland!</p>
<p>Standort: Oiartzun / Spanien<br />
Tages KM: 491.9<br />
Gesamtkilometer: 1985.4</p>
<p>Auch wenn es noch kurz vor dem Aufstehen geregnet zu scheinen hat, sind wir doch noch halbwegs trocken wieder auf die Strasse gekommen. Heute würden wir es schaffen und endlich Spanien erreichen. Vor uns noch gute 450km bis zur Grenze. Auf dem Weg gab es noch kleine Schauer, aber ansonsten wurde der Tag immer besser und die Straßen immer trockener.</p>
<p>Irgendwie sah es auch schon im spanischer aus. In der einen Stadt schien es sogar eine Stierkampfarena zu geben. Nach einer Weile kamen wir in eine Waldgebiet, das sich später als Nationalpark erwies. Man kam sich gleich wieder wie in den USA vor. Den die nächsten Stunden ging es eigentlich nur gerade aus durch diesen einen großen Wald. Im nachhinein gut, dass wir vorher noch getankt hatten. Denn Häuser oder gar Tankstellen gab es auf der Strecke nicht wirklich mehr viele.</p>
<p>Den Wald durchquert wuchsen endlich wieder mehr Berge und Kurven :) Für die großen Pyrenäen waren wir leider zu weit an der Atlantikküste, das wollten wir uns für die Rücktour aufheben. Aber ein paar kleine Ausläufer waren auch jetzt schon für jede Menge Spaß gut. Ein letzter Halt bevor es dann ab durch die Berge und ab nach Spanien gehen sollte. Die Straße schon kurvig und trocken. Und los gehts&#8230; Aber nicht lange. Nach gut 30min dann technischer Ausfall von Lars Maschine. Wir standen in Bera in Spanien ( auch ein schönes Dorf &#8211; auch wenn die ganze Gegend einen von den Häusern sehr stark an Bayern erinnert ).</p>
<p>Den ADAC angerufen: &#8220;Abschlepper kommt in ca. 1 Stunde.&#8221;. Tat er dann auch. Leider konnte auch der Mann kein Stück englisch. In der Werkstatt zu der Lars gefahren wurde &#8211; ich mit der eigenen Maschine hinterher &#8211; war das nicht anders. Zum Glück hatte &#8211; scheinbar der Werkstattbesitzer ( nennen wir Ihn &#8220;Steve&#8221; ) &#8211; eine deutsche Freundin ( &#8220;Stevanie&#8221; ), die er angerufen hatte um dann das Telefon hin und her zu reichen, damit Sie übersetzen konnte ( später dann am PC mittels Google Translate ).</p>
<p>Das Ende vom Lied: Bis die Teile da wären und das Mopped wieder repariert sein würde, wären wir sicher noch eine Woche dort gefangen gewesen. Der ADAC würde Lars also ausfliegen und ich durfte meine Maschine alleine nach Hause fahren.</p>
<p>Die letzte Bratwurst vor Amerika muss also leider noch ein wenig warten.</p>
<p>Steve hat sich rührend um uns gekümmert. Er hat uns in die nächst größere Stadt gefahren ( Lars, ich wieder mit der eigenen Maschine hinterher ). Dort hatte er bereits ein Hotel gebucht. Wir wollten Ihn dann noch für seine Mühe die letzten 2 Stunden über auf ein Bier einladen, aber er ließ sich auch nicht davon abbringen, dass noch zu bezahlen.</p>
<p>Ein wenig merkwürdig war schon, dass er immer wieder darauf hinwies, dass dieses Hotel sicher sei. Und auch die Dame am Emfang ( Sie konnte Englisch ) wies mehrfach darauf hin, dass überall ums Haus Kameras wären und es sicher wäre das Mopped auf dem Hof abzustellen.</p>
<p>Erst später als Lars im dann gegenüber fallen ließ: &#8220;Also das ist Spanien ?!&#8221;, wies er unmißverständlich darauf hin, &#8220;Pssssst!!! Das ist Baskenland, nicht Spanien. Bloß nicht Spanien erwähnen.&#8221;. Erst dann vielen die Graffities an den Wänden &#8220;ETA&#8221; auf.</p>
<p>Die Nacht haben wir also auf ADAC-Kosten im Hotel verbracht bevor ich am nächsten Morgen die Motorradtour vorzeitig in Richtung Heimat beenden sollte. Lars sollte mit dem Taxi zur Auto Mietstation. Dann mit dem Mietwagen von San Sebastian nach Bilbao, um von dort mit dem Flugzeug via Malle nach Hamburg zu fliege.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>28. Mai 2010 Tag 5 &#8211; Gib Schub Rakete</strong></p>
<p>Hallo und Humppa!</p>
<p>Standort: Herbholzheim (A5) / Deutschland<br />
Tages KM: Sebastian: 1295.6, Lars: 0<br />
Gesamtkilometer: Sebastian: 3281.0, Lars: 1985.4</p>
<p>Der Urlaub war also vorbei. Alleine Fahren macht auch nicht so viel Spaß. Also &#8220;Gib Schub Rakete.&#8221; ab nach Hause. Bei einer Mischung aus Schnellstraße und mautpflichtiger Autobahn, habe ich die 1.300km von Spanien durch Frankreich hinter die Grenzen Deutschlands in 13,5 Stunden geschafft.</p>
<p>Mehrfach Tanken. Zum Mittag und zum Kaffee gabs jeweils ein Twix, ansonsten durchfahren. ( Leider hab ich erst später von den &#8220;Iron Butt Auszeichnungen&#8221; (<a  href="http://www.ironbutt.com/">http://www.ironbutt.com/</a>) fürs Langstrecken Moppedtouren erfahren, sonst hätte ich die letzten 300km für die erste Stufe auch noch gemacht &#8211; so ein Mist.</p>
<p>Ich bin am Volvic- Berg vorbeigekommen. Der sieht gar nicht so aus wie auf der Verpackung.</p>
<p>Im letzten Drittel von Frankreich hielt ich an einer Tankstelle. Während ich meine Kaffee-Mahlzeit einnahm und nochmal auf die Karte guckte für an die gegenüberliegende Seite der Zapfsäule noch ein Biker. Freundlich nickend grüßte ich. Der gute Mann gucke auf mein Nummerschild sagte aber nichts ( einen Franzosen würde ich auch nicht weiter mit Fragen löchern wollen ). Später habe ich dann aber gesehen, dass der auch aus Deutschland kam. Tagelang keinen Deutschen gesehen, der hält direkt neben mir, dann auch noch Biker sagt aber kein Wort. Eingebildeter Harley Fahrer!</p>
<p>Deutsch-Französische Grenze gegen 22.35 Uhr in Mülheim bei Freiburg passiert. Motel 30km weiter genommen. Der Hintern war echt platt. Ich habe auf dem Bauch geschlafen.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
<p><strong>29. Mai 2010 Tag 6 &#8211; Welcome Home</strong></p>
<p>Hallo und Humppa!</p>
<p>Standort: Eddelak, Dithmarschen / Deutschland<br />
Tages KM: Sebastian: 813,4, Lars: 0<br />
Gesamtkilometer: Sebastian: 4094.0, Lars: 1985.4</p>
<p>Während die französischen Autobahnen ( vermutlich Dank Maut ) wirklich gut gepflegt sind ( wirklich Besenrein und keine Flickstellen ), ähnelt der Aufbau des Straßennetzes eher Supermarktregalen. Möglichst verschachtelt aufstellen, damit der Kunde ja noch an allen Produkten vorbei muss. Spätestens alle 150km änderte sich die Richtung oder man musste eine andere Autobahn nehmen. In Deutschland bin ich auf einer einzigen Autobahn geblieben und kam einmal längs durch das Land. So soll es sein.</p>
<p>Dann mal bis zur nächsten Tour ( hoffentliche länger ). Ich werde heute erst mal zum Imbiss fahren. Irgendwie habe ich Hunger auf Bratwurst.</p>
<p>cheers,<br />
Sebastian</p>
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